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22.03.2019

11:38

Rohstoffe

Das neue Gold: Immer mehr Unternehmen wollen vom Lithium-Boom profitieren

Von: Kathrin Witsch

Der Trend zu Elektroautos lässt die Preise für Lithium steigen. Bislang ist das Geschäft in den Händen von Großkonzernen, aber der Markt ist im Umbruch.

Lithium: Immer mehr Unternehmen wollen vom Boom profitieren Reuters

Lithium-Abbau in Bolivien

Nach Berechnungen der Deutschen Bank könnte die Nachfrage nach dem Rohstoff schon bis zum Jahr 2025 auf über 500.000 Tonnen steigen.

DüsseldorfSchon jetzt, bevor das Zeitalter der Elektromobilität so richtig begonnen hat, explodiert die Nachfrage nach Lithium. Und immer mehr Unternehmen wollen von dem Boom profitieren. Bislang ist das Geschäft mit dem Leichtmetall in den Händen einiger weniger Großkonzerne, aber der Markt ist im Umbruch.

Lithium gilt als eines der Schlüsselelemente der Elektromobilität. Das Alkalimetall steckt, wie der Name verrät, in den Lithium-Ionen-Akkus. Etwa 50 Kilogramm werden für die Kathode einer Elektroautobatterie gebraucht. Als das „neue Gold“ der Automobilbranche wird Lithium bezeichnet. Und das, obwohl der Boom der Elektroautos gerade erst am Anfang steht.

Dementsprechend sind die Weltmarktpreise für den begehrten Rohstoff in die Höhe geschnellt. Lithiumkarbonat, die Form, in der der Rohstoff auf dem Weltmarkt meist gehandelt wird, hat sich von 6000 Dollar je Tonne im Jahr 2015 auf zwischenzeitlich über 16.000 Dollar verteuert.

Jüngst kostete die Tonne Lithiumkarbonat aber nur noch rund 12.500 Dollar. Nach Berechnungen der Deutschen Bank könnte die Nachfrage nach dem Rohstoff schon bis zum Jahr 2025 von knapp 200.000 Tonnen im Jahr 2016 auf über 500.000 Tonnen steigen.

Noch profitieren davon aber hauptsächlich vier große Unternehmen: Der US-Chemiekonzern Albemarle, das chinesische Unternehmen Tianqi Lithium, das chilenische Bergbauunternehmen SQM und die amerikanische Livent. Sie beherrschen den Markt zum Abbau des wertvollen Rohstoffs nahezu im Alleingang.

Grafik

Aber mit der Nachfrage wächst auch die Konkurrenz. „Der Lithium-Markt ist sehr stark konzentriert, aber das ist im Begriff, sich zu ändern. Ein Großteil des Wachstums kommt jetzt durch kleinere Unternehmen.

Das führt dazu, dass die Großen einen Teil ihrer Marktmacht einbüßen werden – wo sie heute für 70 Prozent der Produktion zuständig sind, werden es längerfristig nur noch um die 40 Prozent sein“, meint Rohstoffexperte Tycho Möncks von dem Beratungsunternehmen BCG.

Vor allem chinesische, koreanische und japanische Unternehmen drängen auf den hart umkämpften Markt. Sei es über Langzeitlieferverträge oder Direktinvestments in Minen. So hat der chinesische Bergbaukonzern Ganfeng seine Produktionskapazitäten für Lithium durch Zukäufe rund um den Globus innerhalb von wenigen Jahren von sechs auf elf Prozent im Jahr 2018 gesteigert und gehört mittlerweile zu den Top fünf der Branche.

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„Es wird immer mehr Lithium weltweit abgebaut. Aber einen Großteil des Produktionswachstums sehen wir in etablierten Gebieten wie Südamerika und Australien“, sagt Möncks. Knapp 14 Millionen Tonnen Lithium sind derzeit weltweit abbaubar, zwei Drittel davon liegen in Bolivien, Chile oder Argentinien.

In Europa sieht der Experte trotz geplanter Projekte in Finnland, Portugal und Deutschland hingegen keinen großen Wachstumsmarkt. Immerhin: Auch ein schwäbischer Mittelständler mischt auf dem aussichtsreichen Zukunftsmarkt mit. Die ACI-Gruppe hat sich den Zuschlag für die Förderung des größten Lithiumvorkommens der Welt gesichert – in Bolivien.

Kommentare (1)

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Herr Jürgen Popp

22.03.2019, 15:03 Uhr

Die Aktien der Lithium-Produzenten bewegen sich teilweise auf mehrjähirgen Lows.
Neue Player wie Standard Lithium aus Kanada sieht was auf 2 Jahres Low, First Cobalt, die auch Lithoum machen dito. Haben Sie dafür eine Erklärung oder ist das die Chance des Jahrhunderts ???

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