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11.02.2019

03:45

Start-up Corrux

Warum die Mathematikerin Laura Tönnies als „Bagger-Flüsterin“ gilt

Von: Miriam Schröder

Laura Tönnies entwickelt ein Überwachungstool für Baumaschinen. In der ersten Finanzierungsrunde hat sie drei Millionen Dollar eingesammelt.

Die Gründerin hat Mathematik und Philosophie studiert. Corrux

Laura Tönnies

Die Gründerin hat Mathematik und Philosophie studiert.

Berlin Dass komplexe Bauprojekte länger dauern als geplant, scheint schon beinahe eine Art Naturgesetz zu sein. Laura Tönnies, 24, will das ändern. Kern ihrer Firma Corrux ist eine Software, die schwere Baumaschinen überwacht und verrät, ob sie einsatzbereit sind und wann sie kaputtgehen könnten. Das verringere das Risiko, dass die Geräte ausfallen und die Baustelle stillsteht, erklärt Tönnies.

Auf den Geräten würden Sensoren angebracht, die alles Mögliche messen. Den Druck, der gerade auf dem Tunnelbohrer lastet, zum Beispiel. Die Software von Corrux liest die Daten aus und leitet Vorhersagen daraus ab. Wann der Bohrkopf ausgewechselt werden muss, zum Beispiel. Die wichtigsten Fragen aber wären weniger komplex: „Obwohl ein Bagger riesig ist, weiß der Unternehmer oft nicht, wo er gerade ist und ob der Tank gefüllt ist.“

Tönnies stammt aus einer Familie von Bauunternehmern. Ihre Eltern hätten auf der ganzen Welt gearbeitet, sie sei in sechs verschiedenen Ländern aufgewachsen, erzählt sie. In München habe sie Mathematik und Philosophie studiert. Im Nebenjob habe sie als Analystin die Trends in der Gründerszene verfolgt, bevor sie selbst gründete.

Noch arbeiten Tönnies, ihr Mitgründer Ryan Henderson und sieben Mitarbeiter an Pilotprojekten, unter anderem für die Jaeger Gruppe. Jetzt haben sie die erste Finanzierungsrunde abgeschlossen und gleich drei Millionen Dollar eingesammelt. Target Partners haben investiert, außerdem Relayr-Chef Josef Brunner.
Er sehe Potenzial in dem Geschäftsmodell und in der Unternehmerin, sagt Brunner: Laura Tönnies sei intelligent, zielstrebig und „verrückt genug im positiven Sinne, um eine sehr erfolgreiche Gründerin zu werden“.

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