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05.05.2014

08:38 Uhr

Trotz guter Quartalszahlen

Fuchs Petrolub bleibt bei vorsichtiger Prognose

Der Schmierstoff-Hersteller Fuchs Petrolub verzeichnet für das erste Quartal steigende Umsätze und Gewinne. Der MDax-Konzern geht aber davon aus, die Wachstumsraten auf das Gesamtjahr gerechnet nicht halten zu können.

Fuchs-Petrolub stellt Schmiermittel für Kettensägen, Schneid- und Abfüllmaschinen. Die Nischenprodukte laufen gut. obs

Fuchs-Petrolub stellt Schmiermittel für Kettensägen, Schneid- und Abfüllmaschinen. Die Nischenprodukte laufen gut.

StuttgartDer Schmierstoff-Hersteller Fuchs Petrolub bleibt trotz eines deutlichen Umsatzwachstums im ersten Quartal bei seiner vorsichtigen Prognose für das Gesamtjahr. Der Umsatz sei ohne Berücksichtigung der Wechselkurse um 7,3 Prozent gestiegen, teilte das MDax-Unternehmen am Montag mit. Die Euro-Stärke kostete den Konzern allerdings vier Prozentpunkte Zuwachs, so dass der Umsatz von Januar bis März nur um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf knapp 457 Millionen Euro zulegte.

Fuchs geht nicht davon aus, die organische Wachstumsrate von gut sieben Prozent im weiteren Jahresverlauf halten zu können. Deshalb bleibe der Ausblick unverändert, wonach der Umsatz in diesem Jahr um einige Prozent und der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) leicht steigen soll.

Die größten Chemiekonzerne der Welt

Platz 10

Covestro (Deutschland)
Der Werkstoffhersteller aus Leverkusen verweist den letztjährigen Zehntplatzierten, das US-Unternehmen PPG Industries, in seine Schranken und gehört nun mit einem Verdienst in Höhe von 16,94 Milliarden US-Dollar selbst zu den zehn umsatzstärksten Chemieunternehmen der Welt. Covestro firmierte bis 2015 als Bayer Material Science, spaltete sich dann aber vom Chemiekonzern ab – mit Erfolg.

Quelle: Unternehmensangaben, Statista 2018 / Gesamtjahr 2017, jeweils letzte verfügbare Angaben

Platz 9

Akzo Nobel (Niederlande)

In der Branche der Farben und Lacke hat der Hersteller mit Sitz in Amsterdam eine marktführende Position inne. Unter allen Chemieunternehmen kann sich Akzo Nobel mit einem Umsatz von 17,46 Milliarden US-Dollar immerhin auf dem neunten Rang positionieren.

Platz 8

Linde (Deutschland)
Der deutsche Technologiekonzern mit dem Kerngeschäft um Gase und Prozess-Anlagen hat im letzten Jahr 20,5 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht und erreicht so den achten Platz im Unternehmensranking.

Platz 7

Henkel (Deutschland)
Der Düsseldorfer Konzern gliedert sich in drei Unternehmensbereiche: Wasch-/Reinigungsmittel, Schönheitspflege und Klebstoffe. 2017 fuhr das Unternehmen einen Jahresumsatz von 23,99 Milliarden US-Dollar ein. Damit konnte Henkel seinen Verdienst zwar im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Fünftel steigern, wird im Ranking aber dennoch von einer anderen Firma überholt.

Platz 6

Air Liquide (Frankreich)
Nach einem Umsatzplus von mehr als einem Viertel ist das führende, französische Unternehmen bei Gasen für Industrie, Medizin und Umweltschutz der neue Sechstplatzierte. 24,38 Milliarden US-Dollar konnten 2017 eingenommen werden. Mit Linde und Praxair zählt Air Liquide zu den drei größten Industriegaseherstellern der Welt.

Platz 5

Lyondell Basell (USA)
Im Mittelfeld des Rankings und mit 34,48 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz landet Lyondell Basell. Der weltweit größte Produzent von Polyolefinen und Katalysatoren betreibt zudem Erdölraffinerien und produziert Treibstoffzusätze wie MTBE.

Platz 4

Saudi Basic Industries (Saudi-Arabien)
Unverändert auf dem vierten Platz befindet sich der saudi-arabische Chemie- und Metall-Konzern Saudi Basic Industries. Mit 35,41 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz reicht es für den Hersteller von Methanol, Ethanol und Düngemittel weiter nicht für den Sprung unter die Top 3 – gerade in Anbetracht des gesunkenen Verdienstes (minus 11,55 Prozent) rückt das Podium nun auch in weitere Ferne.

Platz 3

Bayer (Deutschland)
Der deutsche Konzern muss seinen zweiten Platz an zwei fusionierte Konkurrenten abtreten. Auch der Umsatz geht auf 41,95 Milliarden US-Dollar zurück (minus 17,28 Prozent). Das Unternehmen mit Schwerpunkt auf der chemischen und pharmazeutischen Industrie plant allerdings weiter selbst eine Megafusion mit Monsanto. Damit möchte das Unternehmen seine Agrarchemie-Sparte um genverändertes Saatgut erweitern. Um diese umstrittene Fusion unter Dach und Fach zu bringen, sind Bayer und Monsanto bereit, milliardenschwere Firmenteile zu verkaufen.

Platz 2

Dow Dupont (USA)
Zum 1. September des vergangenen Jahres wurde die Fusion der beiden US-Unternehmen Dupont und Dow Chemical vollzogen. Das neugeschaffene Unternehmen sichert sich mit einem gemeinsamen Umsatz in Höhe von 62,48 Milliarden US-Dollar zunächst mit weitem Abstand den zweiten Rang im Unternehmensranking. Es ist weiterhin geplant, das Gemeinschaftsunternehmen in drei börsennotierte Unternehmen für Agrarchemikalien, Spezialchemikalien und Kunststoffe aufzuspalten.

Platz 1

BASF (Deutschland)
Unveränderter Spitzenreiter mit 77,24 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz: BASF. Der nach Umsatz und Marktkapitalisierung weltweit größte Konzern, mit Hauptsitz in Ludwigshafen am Rhein, wird sich angesichts der Megafusionen in der Branche künftig neu positionieren müssen. Dabei würde aber, laut Unternehmensführung, mehr Wert auf die Wettbewerbsfähigkeit der bestehenden Geschäftsfelder als an Größe an sich gelegt werden.

Das Ebit erhöhte sich im ersten Quartal so wie von Analysten erwartet um drei Prozent auf 75,6 Millionen Euro. Nach Steuern verdiente Fuchs Petrolub mit 52,8 Millionen Euro 2,3 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der auf Schmieröle für Maschinen spezialisierte Konzern konnte in allen Regionen organisch wachsen.

In Europa legte der Umsatz mit neun Prozent auf 285 Millionen Euro am stärksten zu. Die Umrechnung der lokalen Währungen in Euro dämpften das Erlösplus in Asien und Afrika auf 1,5 Prozent, während der Umsatz in Nord- und Südamerika rechnerisch leicht zurückging. (Reporterin: Ilona Wissenbach; redigiert von Till Weber)

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