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16.05.2018

18:53 Uhr

Datenskandal

Facebook-Chef Zuckerberg kommt ins EU-Parlament

Mark Zuckerberg will nächste Woche in Brüssel Fragen zum Datenskandal beantworten – eine öffentliche Anhörung ist jedoch nicht geplant.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg stellt sich dem EU-Parlament AFP

Mark Zuckerberg

Der Facebook-Gründer reist nach Brüssel.

BrüsselFacebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich nach Angaben von EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani im Datenskandal um Cambridge Analytica bereiterklärt, persönlich im Europaparlament auszusagen.

Zuckerberg werde so schnell wie möglich - möglicherweise schon in der kommenden Woche - nach Brüssel kommen, teilte Tajani am Mittwoch im Kurznachrichtendienst Twitter mit. „Unsere Bürger verdienen eine volle und detaillierte Erklärung“, sagte Tajani weiter. Zuckerberg solle unter anderem Vorsitzende der EU-Parlamentsfraktionen treffen.

Das Europaparlament hatte wochenlang versucht, Zuckerberg zu einer Aussage zu bewegen. Zuckerberg hatte demnach zunächst versucht, seinen Vize-Chef für Öffentlichkeitsarbeit, Joel Kaplan, vorzuschicken.

Tajani betonte, das Parlament vertrete mehr als 500 Millionen Bürger und sei bei der Gesetzgebung im weltweit stärksten Wirtschaftsraum ein Hauptentscheidungsträger. Im Skandal um Facebook und Cambridge Analytica könnten nach Einschätzung von Facebook die Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern weltweit betroffen sein – unter ihnen sollen auch 2,7 Millionen EU-Bürger sein.

Der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber (CSU), begrüßte Zuckerbergs Zusage und führte sie darauf zurück, „dass viele Europapolitiker sie geschlossen eingefordert hätten.

„Wir werden Klartext reden, weil Facebook in Europa mehr Konsumenten hat als in den Vereinigten Staaten von Amerika und wir werden klar einfordern, dass die Regeln, die wir jetzt aktuell in Europa umsetzen, die Datenschutzvorgaben, auch von Facebook zu 100 Prozent angewandt werden“, sagte Weber der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch in Sofia. „Darauf brauchen wir klare Antworten von Zuckerberg.“

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Peter Spiegel

16.05.2018, 18:34 Uhr

Die Aussagen zu Tinder hätten ich gerne gehört.

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