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08.03.2023

16:49

Fußball-Bundesliga

Reform der 50+1-Regel – DFL will keine weiteren Ausnahmen mehr zulassen

Von: Arno Schütze

PremiumDie Regel schützt Bundesligaklubs vor der Übernahme durch Investoren. Allerdings alarmieren Ausnahmen für Vereine wie Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim das Kartellamt. Der Ligaverband reagiert.

Derzeit profitiert der TSG 1899 Hoffenheim von einer Ausnahme bei der 50+1-Regel. SAP-Gründer Dietmar Hopp will seinen Mehrheitsanteil allerdings zurückgeben. Bayer Leverkusen und VfL Wolfsburg sollen künftig auf Dauer die einzigen Ausnahmefälle bleiben. dpa

Beispiel TSG Hoffenheim

Derzeit profitiert der TSG 1899 Hoffenheim von einer Ausnahme bei der 50+1-Regel. SAP-Gründer Dietmar Hopp will seinen Mehrheitsanteil allerdings zurückgeben. Bayer Leverkusen und VfL Wolfsburg sollen künftig auf Dauer die einzigen Ausnahmefälle bleiben.

Frankfurt Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will die Regeln zur Kapitalausstattung der Bundesliga-Fußballklubs leicht verändern und damit einem Verbot durch das Bundeskartellamt zuvorkommen. Wie die Behörde am Mittwoch mitteilte, habe die DFL den Vorschlag gemacht, die sogenannte 50+1-Regel im Kern zu erhalten, aber den Spielraum für Ausnahmen von dieser Regel zu verkleinern.

Die nur im deutschen Profifußball geltende 50+1-Regelung besagt im Grundsatz, dass die Entscheidungsmehrheit bei einem Investoreneinstieg immer beim Stammverein bleiben muss. Für einige Klubs gelten bei einer Beteiligung jedoch Sonderwege.

„Nach unserer vorläufigen Einschätzung können die Beibehaltung der 50+1-Grundregel und die Streichung der Möglichkeit der Gewährung von Förderausnahmen geeignet sein, unsere kartellrechtlichen Bedenken auszuräumen“, sagte Bundeskartellamts-Präsident Andreas Mundt.

Vor einer endgültigen Entscheidung, die noch vor der Sommerpause erwartet wird, haben nun Fußballklubs und Investoren die Möglichkeit zur Stellungnahme. Die Satzungsänderung müsste zudem eine Zweidrittelmehrheit bei den Klubs finden.

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