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Japanische Elektronikmesse Ceatec

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Schlafende Autofahrer

Mit Sensoren wollen sie die Daten dort erheben, wo Menschen unteragieren, um daraus neue komplexe Maschinen und Produkte zu entwickeln. Für Miyata agiert Japan hier ähnlich wie die deutschen Firmen. Er glaubt, dass beide Länder quasi die Schnittstellen zwischen der großen künstlichen Intelligenz und der Realität werden können. „Japan und Deutschland werden sich darauf fokussieren, hochqualitative Daten vom Gemba und den Kunden zu sammeln“, glaubt Omrons Technikchef.

Denn nicht nur die Menge, auch die Qualität der Daten sei in Zukunft entscheidend. „Genaue Datenerhebung ist der Schlüssel für die nächste Entwicklungsstufe künstlicher Intelligenz“, so Miyata. „Wenn die Daten Müll sind, kann auch künstliche Intelligenz damit nichts anfangen.“

Große Technikkonzerne wie NEC, Hitachi oder Fujitsu versuchen, sich mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung als Hersteller von Computern als große Systemhäuser und Entwicklungspartner von Unternehmenskunden zu positionieren.

Dank ihrer Erfahrung beim Auswerten und Verwalten riesiger Datenmengen entwickeln sie auch allgemeine künstliche Intelligenz, um sie dann in Bereichen vom Management von Menschen, Fabriken, Organisation und Städten zu nutzen. Kleinere Unternehmen wie Omron stürzen sich auf lieber auf etwas, das Miyata „eingebettete“ künstliche Intelligenz nennt. Die Rechenleistung soll nicht irgendwo entfernt im Internet erfolgen, sondern lokal im Handy, im Auto, der Maschine oder dem Warenhaus.

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    Auf der Messe stellt Omron beispielsweise einen Blutdruckmesser vor, der wie eine Armbanduhr getragen werden kann. Herzpatienten können damit dauerhaft ihren Blutdruck messen. Zusätzlich haben die Japaner ein Mini-Elektrokardiogramm für das Handy entwickelt. Wenn sich der Patient schlecht fühlt, braucht er nur seine Finger auf kleine Metallplättchen legen. Und schon weiß das Programm im Handy oder der Doktor, ob Gefahr im Verzug ist.

    Der Autozulieferer Denso zeigt einen Industrieroboter, der auch schreiben kann.

    Handgeschrieben vom Roboter

    Der Autozulieferer Denso zeigt einen Industrieroboter, der auch schreiben kann.

    Mit einem anderen Produkt will Omron den großen Einstieg in die Lieferkette deutscher Autobauer schaffen. Die Ingenieure haben ihrem Gesichtserkennungsprogramm Okao Vision beigebracht, den Wach- und Konzentrationszustand eines Autofahrers während der Fahrt zu erkennen.

    Selbst wenn der Mann oder die Frau hinter dem Steuer Sonnenbrille und Mundschutz tragen, kann das System erkennen, wohin sie gucken oder einzuschlafen drohen. Damit sollen selbstfahrende Autos wissen, wie rasch es den Menschen das Steuer wirklich übergeben kann, wenn das Auto nicht alleine weiter weiß. Schläft der Fahrer, hält das Auto sicherheitshalber an.

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