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20.03.2016

12:37 Uhr

Mark Zuckerberg und Jack Ma

Ausblick der Visionäre

VonStephan Scheuer

Künstliche Intelligenz, ewiges Leben und der Siegeszug der 3D-Brille: Auf dem China Development Forum in Peking blicken Facebook-Chef Zuckerberg und Alibaba-Gründer Jack Ma gemeinsam in die Zukunft.

In ihrem Glauben an einen rasanten technischen Fortschritt sind sich Zuckerberg und Ma einig. Reuters

Mark Zuckerberg (l.) und Jack Ma

In ihrem Glauben an einen rasanten technischen Fortschritt sind sich Zuckerberg und Ma einig.

PekingFacebook-Gründer Mark Zuckerberg hat sich auf dem Stuhl ganz vorne auf die Kante gesetzt. Ein Oberkörper ist nach vorne gebeugt. Er ist voll konzentriert. „Ich bin glücklich, heute mit Jack Ma über Innovation diskutieren zu können“, sagt er auf gebrochenem Mandarin. „Aber mein Chinesisch ist so schlecht, dass ich lieber mit Jack auf Englisch diskutieren möchte.“

Der Alibaba-Chef lacht, lobt Zuckerberg für seine wachsenden Sprachkenntnisse. „Es gibt schließlich auch Chinesen im Süden, die schlechter Hochchinesisch sprechen als Mark“, sagt er.

Mark Zuckerberg und Jack Ma, das zeigt sich nicht nur bei diesem gemeinsamen Auftritt auf dem China Development Forum in Peking, sind ein ungleiches Paar. Über die mehr als zehnjährige Firmengeschichte hat sich Facebook über den Globus ausgebreitet. Aber das Milliardenreich China ist weiterhin ein schwarzer Fleck auf der Landkarte.

Facebook in Zahlen

Monatliche Nutzer

Pro Monat waren im dritten Quartal 2017 über zwei Milliarden Nutzer bei Facebook aktiv. Ein Jahr zuvor waren es noch 1,7 Milliarden.

Umsatz

2016 machte Facebook einen Umsatz von rund 27,64 Milliarden US-Dollar und konnte einen Gewinn in Höhe von rund 10,22 Milliarden US-Dollar ausweisen.

Die meisten Fans

hatten im August 2017 die Fanseiten von Christiano Ronaldo (122 Millionen), Real Madrid (106 Millionen) und Shakira (104 Millionen).

Mitarbeiter

Von gerade einmal knapp 2.100 Mitarbeitern im Jahr 2010 wuchs das Unternehmen auf über 17.000 im Jahr 2016.

Whatsapp

Der Nachrichtendienst Whatsapp, gemeinhin bekannt als das Ende der SMS, zählte im Juli 2017 rund 1,3 Milliarden Nutzer.

Instagram

Die Foto-Plattform Instagram wurde 2016 jeden Monat von 428 Millionen Nutzern besucht. Bis 2021 sollen es knapp 930 Millionen sein, schätzt das Marktforschungsunternehmen eMarketer.

Forschung und Entwicklung

Für diese Bereiche gab der Konzern 2016 knapp sechs Milliarden US-Dollar aus – 2011 waren es noch 388 Millionen US-Dollar.

Für Alibaba läuft es genau andersherum. Obwohl die Firma in den USA gelistet ist, macht sie weiterhin das Hauptgeschäft in China – die internationale Expansion kommt nur langsam voran.

Aber in ihrem Glauben an einen rasanten technischen Fortschritt sind sich Zuckerberg und Ma einig. Gesundheit und künstliche Intelligenz werden zu den Zukunftsfeldern zählen, zeigen sich Zuckerberg und Ma überzeugt. Die Technik habe uns bisher geholfen, unsere Umgebung besser zu verstehen. „In den nächsten 30 Jahren, werden wir unser Inneres besser verstehen“, sagt Ma. Datenanalyse werde uns helfen, Krankheiten zu erkennen und zu heilen.

„Viele Medikamente wurden bisher nur begrenzt getestet“, so Zuckerberg. Big Data, als die Auswertung großer Datenmengen, könne einen Entwicklungsschub ermöglichen.

Der Sieg des Google-Programms AlphaGo über den Europameister im Brettspiel Go habe zudem die gewaltigen Leistungen künstlicher Intelligenz unter Beweis gestellt. „Das ist erst der Anfang“, sagt Zuckerberg. „Selbstfahrende Autos werden die Sicherheit auf unseren Straßen gewaltig verbessern“, zeigt sich der Facebook-Gründer überzeugt.

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