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24.01.2023

12:59

Medien

Kartellamt genehmigt mögliche Übernahme von Online-Zeitschriftenkiosk Readly

Mit einer Flatrate für Zeitschriften und Magazine hat Readly in Deutschland viele Kunden gewonnen. Nun könnte das Start-up aus Schweden verkauft werden.

Das schwedische Start-up bietet ein digitales Abo für verschiedene Magazine und Zeitschriften.

Readly

Das schwedische Start-up bietet ein digitales Abo für verschiedene Magazine und Zeitschriften.

Bonn Das Bundeskartellamt hat grünes Licht für die Übernahme des digitalen Zeitschriftendienstes Readly gegeben. Bei dem Deal handelt es sich um ein Geschäft mit drei Beteiligten. Die schwedische Mediengruppe Bonnier beabsichtigt, sämtliche Anteile an Readly International mit Sitz in Stockholm zu erwerben. Bonnier hat wiederum mit der französischen Cafeyn Group vereinbart, dass Cafeyn anschließend das internationale Geschäft von Readly übernehmen wird. Diese Übernahme durch Cafeyn hat das Bundeskartellamt in der ersten Phase freigegeben.

Readly ist ein digitaler Dienst, der im Bereich Zeitschriften und Magazine ein ähnliches Geschäftsmodell wie Spotify oder Netflix verfolgt. Die App für Smartphones und Tablets bietet für knapp zwölf Euro im Monat zum einen den Zugang zu Tausenden Magazinen und Zeitschriften. Außerdem kann man auf die digitalen Ausgaben von einigen ausgewählten Tageszeitungen wie der „NZZ“ sowie etlichen Titeln aus dem Axel-Springer-Verlag („Welt“, „Bild“, „B.Z.“) zugreifen.

Der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, erklärte, Flatrate-Modelle hätten sich im Musik- und Videostreaming durchgesetzt. „Für Presse- und Magazintitel befinden sich die digitalen Vertriebswege weiterhin im Wandel. Wir haben den Zusammenschluss aufgrund der starken Stellung von Readly in Deutschland genau geprüft und im Ergebnis freigegeben.“ Für eine Genehmigung habe auch gesprochen, dass Cafeyn in diesem Bereich bislang nicht in Deutschland aktiv sei.

Bonnier hatte im Dezember das Übernahmeangebot von zwölf schwedischen Kronen (rund 1,10 Euro) je Aktie abgegeben. Das Angebot hat damit einen geschätzten Gesamtwert von 455 Millionen Kronen (knapp 42 Millionen Euro).

Von

dpa

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