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30.11.2018

07:49

Die Facebook-Geschäftsführerin gerät weiter unter Druck. dpa

Sheryl Sandberg

Die Facebook-Geschäftsführerin gerät weiter unter Druck.

Soziales Netzwerk

Facebook-Managerin Sandberg soll Recherchen zu George Soros beauftragt haben

Von: Michael Raschke, Johannes Steger

George Soros hat Facebook im Januar hart kritisiert. Geschäftsführerin Sheryl Sandberg hat laut einem Bericht deshalb eine Untersuchung gegen den Investor eingeleitet.

Düsseldorf Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg hat laut einem Bericht der „New York Times“ (NYT) Kommunikationsmitarbeiter des Unternehmens damit beauftragt, Informationen zu George Soros und dessen finanziellen Interessen einzuholen. Die Zeitung zitiert drei namentlich nicht genannte Personen, die Kenntnis von Sandbergs Anfrage gehabt haben sollen.

Sandberg hat die Anfrage dem Bericht zufolge im Januar gemacht, nachdem Soros Facebook und andere Tech-Unternehmen während einer Rede auf dem World Economic Forum in Davos hart kritisiert hatte. Unter anderem bezeichnete der Investor Facebook als „Bedrohung für die Gesellschaft”. Angeblich wollte Sandberg herausfinden, ob Soros von seinen verbalen Angriffen profitieren könne.

Facebook erklärte dazu, dass die Untersuchung bereits vor der Rede von George Soros in Davos begonnen habe. „Wir haben uns mit seinen Investitionen und Handelsaktivitäten im Zusammenhang mit Facebook auseinandergesetzt“, heißt es. Die Recherche sei bereits im Gange gewesen, als Sandberg eine entsprechende E-Mail an die Mitarbeiter geschrieben habe.

Sheryl Sandberg gerät damit weiter unter Druck, die Stimmung gegen die einst gefeierte Managerin scheint zu kippen. Enthüllungen der NYT, nach denen Facebook eine PR-Agentur bezahlt haben soll, um Facebook-Gegner und Kritiker in Misskredit zu bringen, kratzen bereits an ihrem Image.

Zudem soll das Management weitaus früher von den russischen Manipulationsversuchen auf die US-Präsidentschaft im Jahr 2016 gewusst und diese Informationen zurückgehalten haben. Zuletzt soll laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ (WSJ) sogar Facebook-Chef Mark Zuckerberg im Frühjahr Sandberg und ihre Teams für den Umgang mit den Enthüllungen um den Skandal rund um die Datenanalyse Cambridge Analytica kritisiert haben.

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Die Zeiten für Facebook und Sandberg sind also andere geworden: Die im Oktober vorgelegten Quartalszahlen zeigten leicht schrumpfende Nutzerzahlen in Europa und Nordamerika – für Facebook sind das die Märkte, in denen der Konzern den meisten Umsatz pro Nutzer generiert.

Auch im Betrieb gibt es Probleme: Laut einer internen Befragung, aus der das WSJ zitiert, glaubt nur noch die Hälfte der Facebook-Angestellten an eine positive Zukunft für ihr Netzwerk.

Mit Agenturmaterial.

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