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09.09.2017

11:20 Uhr

Telefónica O2

EU-freies Roaming bleibt ein Problem

Roaminggebühren fürs Telefonieren innerhalb der EU hatten lange Zeit für Probleme gesorgt. Damit sollte mit den neuen EU-Regelungen Schluss sein. Doch gerade beim kundenstärkste Anbieter Telefónica O2 hapert es.

Die Verbraucherzentrale Bundesverband erhebt Kritik gegen den Konzern. Kunden musste in bestimmten Tarifen eine Umstellung selbst per SMS aktivieren. dpa

Telefónica O2

Die Verbraucherzentrale Bundesverband erhebt Kritik gegen den Konzern. Kunden musste in bestimmten Tarifen eine Umstellung selbst per SMS aktivieren.

Bonn/DüsseldorfDer Start in die neue sorgenfreie Welt des Telefonierens und Surfens in der EU ohne Zusatzkosten ist zum Teil mit Problemen angelaufen. Drei Monate nach Inkrafttreten der neuen EU-Regelung sehen Verbraucherschützer immer noch Tücken bei der Umsetzung. Im Zentrum der Kritik steht vor allem der kundenstärkste Anbieter Telefónica O2. Einige Kunden müssten in bestimmten Tarifen die Umstellung per SMS selber aktivieren, moniert die Verbraucherzentrale Bundesverband.

Das aber widerspreche der EU-Verordnung, Verbraucher würden in die Irre geführt. Mitte August habe der Verband deshalb Klage vor dem Münchner Landgericht eingereicht, sagte eine Verbandssprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Zu dem laufenden Verfahren wollte sich Telefónica nicht äußern, das Unternehmen verteidigte aber grundsätzlich sein Vorgehen. „Kein Kunde wird benachteiligt, der Wechsel ins neue EU-Roaming ist jederzeit kostenfrei möglich“, beteuerte ein Firmensprecher.

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Handy-Besitzer mit bestimmten O2-Verträgen müssen das neue EU-Roaming erst mit einer SMS aktivieren. Das sei irreführend, finden die Verbraucherzentralen – und wollen gegen diese Tarifpraxis klagen.

Einige Kunden hätten in der Vergangenheit individuelle Roaming-Lösungen gebucht, zum Beispiel das „EU Roaming Flat“-Paket. Diese Nutzer sollten nun selber entscheiden können, ob ein Wechsel sinnvoll ist. Alle anderen wurden automatisch umgestellt. Es könnte von Vorteil sein, den alten Tarif beizubehalten, wenn man sich beispielsweise häufig in der Schweiz aufhalte, wo die EU-Verordnung nicht gelte, ergänzte der Sprecher.

Bei Vodafone und Deutscher Telekom lief die Umstellung dagegen glatt und ohne Kritik. Beide Unternehmen hatten allerdings viele ihrer Tarife bereits Monate vor der Abschaffung der EU-weiten Extragebühren für das Herumwandern (Roaming) durch fremde Netze der neuen Regelung angepasst. „Bei uns hat es kaum Änderungen gegeben“, betonte ein Telekom-Sprecher. Es seien zu Beginn Fragen in der Kundschaft aufgetaucht, die Umstellung sei aber ohne Probleme vollzogen worden und gut bei den Kunden angekommen, hieß es auch bei Vodafone.

Von

dpa

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