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02.05.2018

02:09

Facebook könnte der Flirt-App Tinder bald gefährlich werden. dpa

Apps

Facebook könnte der Flirt-App Tinder bald gefährlich werden.

Tinder, OkCupid

Aktie von Dating-App-Firma rutscht nach Facebooks Ankündigung ab

Von: Manuela Imre

Mark Zuckerberg will Facebook-Nutzer nun auch verkuppeln. Die Firma hinter den Dating-Apps Tinder und OkCupid trifft das – vor allem an der Börse.

TorontoFacebook will Dating-Funktionen einführen – und rüttelt damit die Dating-Branche und vor allem die Wall Street auf. Match Group, Mutterfirma von Flirt-Apps wie Tinder, OkCupid und Match.com, musste nach der Ankündigung von Facebook-CEO Mark Zuckerberg am Dienstag einen Kursrutsch verkraften.

Unmittelbar nach den Äußerungen auf der Facebooks F8-Konferenz in Kalifornien rutschten die Zahlen der Match Group, deren Apps den Online-Dating-Markt in den USA dominieren, im regulären Handel an der Wall Street um 22 Prozent auf 36,71 Dollar ab. Laut US-Medien nutzen in den USA rund 27 Prozent der Smartphone-Besitzer eine Dating-App.

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Die Nachricht, dass Facebook in das Geschäft mit der Partnersuche einsteigen will, zog schnell Reaktionen von den Hauptakteuren nach sich. Joey Levin, Geschäftsführer der Match Group-Muttergesellschaft IAC, schrieb per Twitter: „Euer Produkt könnte großartig sein für die Beziehungen zwischen den USA und Russland.“

Mandy Ginsberg, CEO der Match Group, sagte in einer Erklärung: „Der Zeitpunkt dieser Ankündigung überrascht uns angesichts der Menge an persönlichen und sensiblen Daten, die es auf diesem Gebiet gibt.“ Beide spielten damit auf die jüngsten Datenschutzskandale von Facebook an. „Wir verstehen diese Kategorie besser als jeder andere. Das Vorhaben von Facebook wird uns alle nur beleben“, so Ginsberg.

Die Macher der US-App Bumble wiederum, die im vergangenen Monat mehrmals mit der Match Group aneinandergeraten waren, sind „begeistert von der heutigen Ankündigung“. Das „Führungsteam hat sich bereits bei Facebook wegen Möglichkeiten zu einer Zusammenarbeit gemeldet“, sagte ein Sprecher des Unternehmens. „Vielleicht können sich Bumble und Facebook zusammenschließen, um Online-Dating noch sicherer und leistungsfähiger zu machen.“

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Facebook erlaubt Nutzern schon lange, ihren Beziehungsstatus auf ihrer Profilseite zu zeigen, aber die neue Funktion wird noch einen Schritt weiter gehen. Facebook wolle darauf aufbauen, dass sich bereits viele Paare bei dem Online-Netzwerk kennengelernt hätten, sagte Zuckerberg. Ob Facebook auf sein Wissen über die Mitglieder zurückgreifen will, um Partner-Vorschläge zu machen, blieb zunächst unklar.

Zunächst wurde nur bekannt, dass Nutzer an Events und Gruppen teilnehmen und dort ihre Profile für andere sichtbar machen können. Die Kommunikation zwischen zwei Personen soll über einen eigenen neuen Chatdienst laufen.

Das Dating-Profil soll nicht für die Facebook-Freunde eines Nutzers sichtbar sein – und sie sollen auch nicht als potenzielle Partner vorgeschlagen werden, hieß es. Weitere Details soll es in den kommenden Monaten geben.

Kommentare (1)

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Herr Peter Spiegel

02.05.2018, 08:08 Uhr

Hat Facebook eine Datenbank wie Tinder ? Ich denke nein, deshalb wird das in absehbarer Zeit nichts mit wir vögeln mit Facebook.

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