MenüZurück
Wird geladen.

14.06.2018

16:57 Uhr

Verlagshaus

Bastei Lübbe schreibt tiefrote Zahlen

Das Verlagshaus Bastei Lübbe hat im Geschäftsjahr 2017/18 rote Zahlen geschrieben. Viele Projekte erwiesen sich als teure Fehlschläge.

Ein auf dem Bestseller „Die Säulen der Erde“ des Verlagsautors Ken Follett basierendes Computerspiel erfüllte für Bastei Lübbe nicht annähernd die Umsatzerwartungen. dpa

Bücher von Bastei Lübbe

Ein auf dem Bestseller „Die Säulen der Erde“ des Verlagsautors Ken Follett basierendes Computerspiel erfüllte für Bastei Lübbe nicht annähernd die Umsatzerwartungen.

KölnHohe Wertberichtigungen auf die Manuskriptbestände, Millionenabschreibungen bei Tochterfirmen und ein wenig erfolgreiches Computerspielprojekt haben im Geschäftsjahr 2017/18 für tiefrote Zahlen beim Kölner Verlagshaus Bastei Lübbe gesorgt. Mit einem Verlust vor Zinsen und Steuern von rund 18 Millionen Euro fiel das Ergebnis sogar noch um sieben Millionen Euro schlechter aus, als noch im Februar erwartet. Das teilte Bastei Lübbe am Donnerstag unter Berufung auf vorläufige Zahlen mit.

Bei Bastei Lübbe erscheinen Bestseller-Autoren wie Ken Follett oder Dan Brown, aber auch Heftchen-Romane wie „Jerry Cotton“ oder „Dr. Stefan Frank - Der Arzt, dem die Frauen vertrauen“. In den vergangenen Jahren hatte der Verlag versucht, eine Vorreiterrolle bei der Digitalisierung der Branche zu übernehmen.

Doch erwiesen sich viele Projekte als teure Fehlschläge. So erfüllte ein auf dem Bestseller „Die Säulen der Erde“ des Verlagsautors Ken Follett basierendes Computerspiel nicht annähernd die Umsatzerwartungen. Bastei Lübbe musste dafür im abgelaufenen Geschäftsjahr Wertberichtigungen in Höhe von drei Millionen Euro verkraften. Auch die mit beträchlichem finanziellen Aufwand entwickelte Streaming-Plattform Oolipo für digitale Leseinhalte floppte.

Carel Halff: Ex-Weltbild-Chef leitet künftig Bastei Lübbe

Carel Halff

Ex-Weltbild-Chef leitet künftig Bastei Lübbe

Die Verlagsgruppe Bastei Lübbe bekommt einen neuen Vorstandschef: Ab November rückt der ehemalige Weltbild-Chef Carel Halff an die Spitze. Damit holen sich die Kölner einen Manager mit langjähriger Erfahrung an Bord.

Auch im klassischen Buchgeschäft lief nicht alles rund. Die Übernahme des Buchgroßhändlers BuchPartner erwies sich als Fehlinvestition. Inzwischen wurde die Beteiligung wieder verkauft. Doch zahlte der Verlag viel Lehrgeld. Außerdem belasteten hohe Wertberichtigungen auf die vorhandenen Manuskriptbestände das Unternehmen.

1

Hier seien in den vergangenen Jahren teilweise zu optimistische Annahmen zugrunde gelegt worden, hatte Bastei Lübbe bereits vor einigen Monaten mitgeteilt. Denn kompletten Konzernabschluss will das Unternehmen am 31. Juli vorlegen.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×