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Jungunternehmer des Jahres

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Wer der Jury noch auffiel

Reuters

Bojan Slat

Mit seinem Start-up Ocean Cleanup will der Niederländer Bojan Slat die Weltmeere vom Plastikmüll befreien. Seit Mitte Oktober liegt auf der Wasseroberfläche des Nordpazifiks ein 600 Meter langer, gekrümmter Schlauch, an dem durchlässige Behälter hängen. Darin soll sich das Plastik aus dem gigantischen Müllstrudel verfangen, der zwischen Kalifornien und Hawaii schwimmt – und zwar ohne dass Tiere dabei zu Schaden kommen. Der Müll wird von Schiffen eingesammelt und an Land recycelt.

Die Idee hatte der 24-Jährige vor sieben Jahren bei einem Tauchurlaub in Griechenland, wo er mehr Müll als Fische sah. Per Crowdfunding sammelte er Geld, Aufmerksamkeit und Mitstreiter, die ihm halfen, die Anlage zu bauen und zu testen. Das Problem ist ein globales: Schätzungen zufolge schwimmen bereits bis zu 150 Millionen Tonnen Plastik im Meer. Die UN ernannten Slat bereits zu einem „Champion der Erde“. Miriam Schröder

Katharina Jünger

Die Idee der Onlinesprechstunde hat sie zwar nicht erfunden, aber Katharina Jünger hat in Deutschland für die Telemedizin entscheidende Aufbauarbeit geleistet: Als die studierte Juristin Mitte 2016 gemeinsam mit dem Mediziner Reinhard Meier und dem IT-Experten Patrick Palacin mit dem Start-up Teleclinic online ging, galt in Deutschland noch das ausschließliche Fernbehandlungsverbot. Doch die 27-jährige trommelte für den neuen Service, der Menschen die Möglichkeit geben sollte, einfach und schnell mit einem Arzt zu sprechen.

Immer mehr private Krankenkassen machten mit, seit dem Frühjahr ist Teleclinic auch Teil eines Pilotprojekts für gesetzlich Versicherte in Baden-Württemberg. Eine Initiative, die mit dazu beitrug, dass das Fernbehandlungsverbot gelockert wurde. Nun will Jünger, deren Firma gerade sieben Millionen Euro von Idinvest Partners bekommen hat, das elektronische Rezept vorantreiben. Maike Telgheder

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Standort erkennen

    Florian Reuter

    Es wäre eine Anwendung, die für Florian Reuter nicht besser sein könnte. Der ADAC will untersuchen lassen, ob sogenannte Volocopter – elektrisch angetriebene Flugtaxen – für die Luftrettung eingesetzt werden können. Ab Frühjahr 2019 soll am Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement der Ludwig-Maximilians-Universität München eine Machbarkeitsstudie entstehen. Reuter ist Mitgründer und Vorstandschef von Volocopter, einem Start-up, das schon recht weit mit seiner Idee von elektrischen Flugtaxen ist.

    Das Gerät mit seinen 18 Rotoren wird bereits in Dubai getestet. In der zweiten Hälfte 2019 sollen auch Tests in Singapur starten. Ende 2017 sammelte das Unternehmen eine siebenstellige Summe bei Risikokapitalgebern ein, mit dabei unter anderem der VC-Fonds btov Partners. Auch der Autokonzern Daimler ist bei Volocopter engagiert. Reuters Ziel ist klar: Der Volocopter soll ein Fluggerät für jeden werden. Jens Koenen

    Martin Klenk, Bastian Nominacher, Alexander Rinke

    Einhörner sind rar in Deutschland. Nicht etwa die mystischen Fabelwesen, sondern Start-ups, die mit mehr als einer Milliarde Euro bewertet werden. Seit diesem Jahr ist ein weiteres in den erlesenen Kreis hinzugekommen: Hinter dem Münchener Start-up Celonis stecken die drei Gründer Martin Klenk, Bastian Nominacher und Alexander Rinke. Es ist eine Geschichte, wie sie nur die Digitalisierung schreibt: Gestartet in der Studentenwohnung, zählt Celonis mittlerweile Konzerne wie Siemens oder die Deutsche Telekom zu seinen Kunden.

    In den USA arbeitet Celonis etwa für Uber, Lockheed Martin oder Exxon. Das Start-up nutzt die Technologie des Process-Minings, um in Unternehmen operative Prozessabläufe wie Lieferketten oder Produktion zu visualisieren. Mit den gesammelten Daten kann die Software genau aufzeigen, ob und wo gerade etwas schiefläuft. Mittels Künstlicher Intelligenz macht sie direkt Verbesserungsvorschläge. Johannes Steger

    Lesen Sie in unserem 35-seitigen Dossier „Menschen des Jahres 2018“, wer in diesem Jahr Großes geleistet hat, wer überrascht oder enttäuscht hat.

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