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06.12.2018

18:58

Anstiftung zum Mordversuch

Anklage gegen Verlagserben Alexander Falk steht kurz bevor

Von: René Bender

Der seit September inhaftierte Unternehmer soll sich bald vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Anstiftung zum Mordversuch vor.

Der Unternehmer galt Anfang der 2000er Jahre als einer der 100 reichsten Deutschen galt, stürzte dann aber jäh ab. dpa

Alexander Falk im August 2012

Der Unternehmer galt Anfang der 2000er Jahre als einer der 100 reichsten Deutschen galt, stürzte dann aber jäh ab.

DüsseldorfDie Staatsanwaltschaft Frankfurt wird gegen den der Anstiftung zum versuchten Mord beschuldigten Hamburger Unternehmer Alexander Falk voraussichtlich noch vor Weihnachten Anklage erheben. Dies erfuhr das Handelsblatt aus Justizkreisen. Die Staatsanwaltschaft wollte auf Nachfrage keine Angaben machen.

Anfang September war Falk in Hamburg festgenommen worden. Inzwischen wurde der 49-jährige Erbe des bekannten Kartografie-Verlags mit den ausklappbaren Stadtplänen in ein Frankfurter Gefängnis verbracht und sitzt dort in Untersuchungshaft.

Falk soll 2009 den Mord an einem Frankfurter Anwalt in Auftrag gegeben haben, der 2010 niedergeschossen worden und schwer verletzt worden war. Das mögliche Motiv der Tat: Der Anwalt arbeitete seinerzeit an einer millionenschweren Zivilklage gegen Falk, der Anfang der 2000er Jahre als einer der 100 reichsten Deutschen galt, dann aber jäh abstürzte und 2008 gar wegen gemeinschaftlichen versuchten Betrugs und Bilanzfälschung zu einer Haftstrafe verurteilt wurde.

Falk, der den Mordauftrag bestreitet, soll unterdessen einen zweiten Versuch gestartet haben, seine Freiheit wiederzugewinnen und einen Antrag auf Haftprüfung gestellt haben. Eine Haftbeschwerde hatte das Amtsgericht Frankfurt Ende Oktober noch abgelehnt. In der Folge wechselte Falk einen seiner Anwälte aus und zog den Kölner Verteidiger Björn Gercke neu hinzu. Der lehnte auf Nachfrage jeglichen Kommentar ab.

In Verdacht geraten, mit dem Schuss auf den Anwalt etwas zu tun zu haben, war Falk schon kurz nach der damaligen Attacke. Beweise fanden die Ermittler aber keine.

Erst jetzt, knapp neun Jahre danach, sind neue Verdachtsmomente aufgekommen. Handelsblatt-Informationen zufolge führten unter anderem eine belastende Zeugenaussage und ein heimlich mitgeschnittenes Gespräch zur Verhaftung Falks. In diesem Gespräch soll er unter anderem sein Wohlwollen über den Schuss auf den Anwalt geäußert haben.

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