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25.01.2022

18:26

Barbara Martin Coppola

Sportriese Decathlon bekommt ab März eine neue Chefin

Von: Anja Müller

Barbara Martin Coppola wird künftig den französischen Sporthändler führen. Die neue Chefin will die Transformation des Geschäftsmodells beschleunigen.

Die Managerin leitete zuletzt bei Ikea die digitale Transformation und die Omnichannel-Strategie. NurPhoto/Getty Images

Barbara Martin Coppola

Die Managerin leitete zuletzt bei Ikea die digitale Transformation und die Omnichannel-Strategie.

Düsseldorf Barbara Martin Coppola rückt als erste Frau an die Spitze des französischen Sportartikelriesen Decathlon. Die 45-Jährige übernimmt Mitte März die Rolle von Michel Aballea, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der nach eigenen Angaben weltgrößte Sportartikelhändler setzte zuletzt 11,4 Milliarden Euro um und ist in 70 Ländern vertreten. In Deutschland gibt es 80 Filialen.

Aballea, der Decathlon seit 2015 leitet, werde neue Aufgaben in der Unternehmensgruppe übernehmen, zu der auch die Supermarktkette Auchan gehört. Decathlon ist Teil des verschwiegenen Familienunternehmens Mulliez.

„Die derzeitige Lage von Decathlon und unsere starken Ambitionen veranlassen uns, die Transformation unseres Geschäftsmodells zu beschleunigen, um unsere Position als weltweit führendes Sportunternehmen besser zu behaupten“, sagte Decathlon-Präsident Fabien Derville in einer Mitteilung. Er sei überzeugt, dass Coppola diese Transformation im Einklang mit den Werten der Unternehmerfamilie leiten werde.

Die Managerin verfügt über reichlich internationale Erfahrung und hat sowohl die französische als auch die spanische Staatsbürgerschaft. Zuletzt leitete sie bei Ikea die digitale Transformation und die Omnichannel-Strategie. In ihrer Karriere arbeitete sie bei Google und Youtube in Frankreich und später in den USA, bei Samsung in Südkorea und Texas Instruments in Europa und Japan.

Coppola ließ verlauten, dass sie sich in den Werten und Herausforderungen bei Decathlon wiedererkenne. Sie wolle „Sport für möglichst viele Menschen zugänglich machen und so zur Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens jedes Einzelnen beitragen“.

Der Umsatz von Decathlon war 2020 um sechs Prozent gesunken, das operative Ergebnis blieb allerdings mit 550 Millionen im Vergleich zum Vorjahr stabil. Den Onlineumsatz hatte Decathlon im ersten Jahr der Pandemie auf fast 20 Prozent verdoppelt.

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