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20.03.2019

00:10

Doctolib-Gründer Ilias Tsimpoulis

Deutsch-französisches Start-up wird mit Arztterminen zum Einhorn

Von: Miriam Schröder

Doctolib vermittelt Termine bei 75.000 Ärzten in Deutschland und Frankreich. Die Bewertung des Start-ups steigt nun auf über eine Milliarde Euro.

„Wir wollen vor allem in Personal investieren.“ Doctolib

Ilias Tsimpoulis

„Wir wollen vor allem in Personal investieren.“

Bevor Ilias Tsimpoulis sich vor rund einem Jahr für seinen neuen Job entschied, fragte er zunächst seinen Zahnarzt um Rat. Tsimpoulis, 41, ist Deutschlandchef des Medizin-Start-ups Doctolib, das digital Termine bei niedergelassenen Ärzten und in Krankenhäusern macht.

Nicht nur der Zahnarzt des Wahlmünchners nutzt die Software von Doctolib, sondern auch 75.000 andere Mediziner sowie 30 Millionen Patienten in Deutschland und in Frankreich. Und die Plattform will wachsen.

Nach Handelsblatt-Informationen hat das deutsch-französische Start-up gerade eine Finanzierungsrunde von 150 Millionen Euro abgeschlossen. Damit steigt die Bewertung der Firma auf über eine Milliarde Euro. Doctolib gilt damit als sogenanntes Einhorn. Angeführt wird die aktuelle Runde von General Atlantic.

„Wir glauben, dass sich die Technologie für den Umgang von Patienten und Ärzten mit Gesundheitsversorgung in einem frühen Stadium der Transformation befindet“, sagt Chris Caulkin, Managing Director des Fonds.

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    Hier stecke ein erhebliches Potenzial für die Verbesserung von Dienstleistungsmodellen sowie dem allgemeinen Zugang zu Gesundheitsleistungen. „Wir sind sehr beeindruckt, wie sich Doctolib in nur fünf Jahren am Markt entwickelt hat.“

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    „Wir wollen vor allem in Personal investieren“, sagt Tsimpoulis. Die Mitarbeiterzahl, die aktuell bei 750 liegt, soll sich verdreifachen. Doctolib hat zwei Hauptquartiere, eines in Berlin und eines Paris und 40 weitere Niederlassungen in beiden Ländern.

    „Wir arbeiten nah an unseren Kunden, entwickeln Produkte gemeinsam mit unseren Kunden. Nur so kann Digitalisierung gelingen“, sagt der Arzt. Er hatte eine Weile als Radiologe an der Uni-Klinik in Köln gearbeitet und den „Schmerz der administrativen Aufgaben“ selbst gespürt.

    Nach Stationen bei zwei großen Beratungen und der Linde AG wechselte er dann zu einem Start-up. Ihm habe die Vision gefallen, zu der irgendwann auch telemedizinische Beratung zählen soll. Sein Zahnarzt hat jedenfalls zugeraten.

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