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02.05.2022

18:50

Familienunternehmen

Nachfolge für Doreen Nowotne: Maximilian Schwaiger wird 2023 Aufsichtsratschef bei Haniel

Von: Anja Müller

Beim Duisburger Mischkonzern übernimmt wieder ein Familienmitglied den Posten des Chefaufsehers. Unklar ist, wie es für die bisherige Chefaufseherin weitergeht.

2018 ist die Managerin erste familienfremde Aufsichtsratsvorsitzende des Unternehmens Haniel geworden. Wie es für sie 2023 weitergeht, ist offen. Haniel

Doreen Nowotne

2018 ist die Managerin erste familienfremde Aufsichtsratsvorsitzende des Unternehmens Haniel geworden. Wie es für sie 2023 weitergeht, ist offen.

Düsseldorf Mit Maximilian Schwaiger wird ab Frühjahr 2023 wieder ein Mitglied der Haniel-Familie den Aufsichtsrat des Mischkonzerns führen. Das teilte das 1756 gegründete Familienunternehmen am Montagabend mit. Er wird die amtierende Aufsichtsratsvorsitzende Doreen Nowotne ablösen.

Schwaiger ist im Hauptberuf seit 14 Jahren in leitender Funktion beim Autozulieferer Continental tätig. Der 40-Jährige gehört seit 2018 dem sogenannten kleinen Kreis der Gesellschafter an, seit 2020 ist er Mitglied des Aufsichtsrats. Die Private-Equity-Expertin Nowotne war die erste familienfremde Frau an der Spitze des traditionsreichen Konzerns.

Sie bleibt bis zur nächsten Gesellschafterversammlung Chefaufseherin. Noch ist unklar, ob sie dem Gremium danach weiter als einfaches Mitglied angehören wird. Sie kam 2018 in das Gremium und führt es seit 2020.

Der designierte Aufsichtsratsvorsitzende Maximilian Schwaiger dankte Nowotne für die frühzeitige Weichenstellung und die Unterstützung, „diese bildet das Fundament für eine erfolgreiche Übergabe im kommenden Jahr“. Schwaiger gilt als offen und entscheidungsstark, heißt es aus Unternehmenskreisen. Er bringt nicht nur Expertise in Führungsaufgaben und Mergers & Acquisitions (M&A) mit, sondern auch Auslandserfahrung: Er war für den Finanzbereich eines Tochterunternehmens in Großbritannien verantwortlich.

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    Darüber hinaus wurde in der Gesellschafterversammlung vom 30. April 2022 Thomas Vollmoeller in den Aufsichtsrat gewählt. Er war bis 2020 CEO der New Work SE (Xing) und ist Mitglied in mehreren Aufsichtsräten, darunter beim Spieleverlag Ravensburger und dem Elektrounternehmen Conrad. Bei der eDreams ODIGEO SA, zu der auch das Reiseportal Opodo gehört, hat er auch den Vorsitz des Gremiums inne. Er folgt auf Patrick Schwarz-Schütte, der sein Amt zum Ablauf der Gesellschafterversammlung niedergelegt hatte.

    „Wir sind bei der Transformation von Haniel in den vergangenen Jahren bereits gut vorangekommen. Ich bin stolz darauf, das Unternehmen auf einem wichtigen Abschnitt dieses Weges begleiten zu können“, erklärte Doreen Nowotne. „Nun geht es darum, die Vollendung des Generationswechsels im Aufsichtsrat einzuleiten, damit die Familie im nächsten Jahr die Führung des Gremiums wieder übernehmen kann.“ In Bezug auf Vollmoeller, den Neuzugang im Gremium, sagte die 49-jährige: „Seine Expertise wird uns insbesondere bei der Weiterentwicklung der Unternehmenskultur und digitaler Geschäftsmodelle helfen.“

    2021 setzte die Haniel-Gruppe 3,7 Milliarden Euro um, 18 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das operative Ergebnis stieg nach Angaben des Unternehmens ebenfalls um 18 Prozent auf 276 Millionen Euro. Derzeit umfasst das Haniel-Portfolio acht Beteiligungen: den Baustellen-Überwachungsdienstleister Bauwatch, den Matratzenbezugshersteller Bekaert-Deslee, den Hygiene-Spezialisten CWS, das Matratzen-Start-up Emma, den Kitaspezialisten „Das Kinderzimmer“, den Fischverarbeitungsspezialisten Optimar, das Maschinenbauunternehmen Rovema sowie eine 50-Prozent-Beteiligung am Büromittelversender Takkt. Darüber hinaus ist Haniel finanziell an dem Elektronikkonzern Ceconomy sowie an Start-ups beteiligt.

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