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27.05.2019

04:20

Helmut Schönenberger

UnternehmerTUM-Chef: „Nicht alles hinterfragen“

Von: Miriam Schröder

Der Chef der Wagniskapitalfirma UnternehmerTUM spricht über Start-ups von der Uni. Er fordert ein unterstützendes System für Gründer aus der Uni.

Der Geschäftsführer der Wagniskapitalfirma UnternehmerTUM fordert mehr Förderung von Gründern an Unis. Xing

Helmut Schönenberger

Der Geschäftsführer der Wagniskapitalfirma UnternehmerTUM fordert mehr Förderung von Gründern an Unis.

In seiner Diplomarbeit verglich der Ingenieur einst die Gründerstandorte Stanford und München. Mit der Unternehmerin Susanne Klatten baute er anschließend an der TU München ein Zentrum mit über 200 Mitarbeitern auf, in dem Gründer beraten und gefördert werden: die UnternehmerTUM Venture Capital Partners.

Herr Schönenberger, Universitäten sollen jetzt Unternehmen produzieren. Was brauchen wir dafür? Mehr Geld? Mehr Mut? Weniger Bürokratie?
Die Antwort ist natürlich komplex. Mehr Venture Capital in Deutschland wäre wünschenswert, ist aber nicht alles. Oft fehlt es einfach daran, dass man jungen Leuten zuhört. Wir müssen wertschätzen und fördern, nicht alles hinterfragen. Die Kultur an unseren Universitäten ist normalerweise sehr anonym. Um Unternehmertum zu fördern, brauchen wir ein unterstützendes System – und viel Geduld.

Was waren die größten Steine, die Sie aus dem Weg räumen mussten?
Als wir vor zehn Jahren den ersten Business-Grundlagen-Kurs konzipierten, haben wir uns in die Mensa gestellt und mit Flyern um die Studenten geworben. Mühsam war es auch, jeden einzelnen Fachbereich davon zu überzeugen, unsere Seminare als reguläre Lehrveranstaltung anzuerkennen. Inzwischen haben wir viele erfolgreiche Gründer, die zurückkommen und von ihren Erfahrungen berichten. Jetzt hören die Leute freiwillig zu.

Auch die Risikokapitalgeber stehen Schlange bei Ihnen.
Tatsächlich gibt es etwa 60 Fonds, mit denen wir zusammenarbeiten, die bei uns nach Talenten und Ideen suchen. Das Gleiche gilt für Unternehmen, die mit unseren Start-ups kooperieren. Das ist ein selbst verstärkender Effekt: Wenn aus dem Ökosystem etwas Gutes rauskommt, wollen viele dort rein.

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