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13.08.2019

12:19

Jamie Salter

Der Gründer von Authentic Brands hat Gespür für große Namen bewiesen

Von: Katharina Kort

Jamie Salter hat Erfolg mit Marken, die in Krisen geraten sind. Nun investiert Blackrock in sein Unternehmen.

Der Manager würde Adidas gerne Reebok abkaufen. Getty Images

Jamie Salter

Der Manager würde Adidas gerne Reebok abkaufen.

New York Was haben Marilyn Monroe, Muhammad Ali, die Zeitschrift „Sports Illustrated“ und die Schuhfirma Nine West gemein? Sie alle gehören zum Unternehmen Authentic Brands, das der Kanadier Jamie Salter 2010 gegründet hat.

Wie am Wochenende bekannt wurde, hat der Private-Equity-Fonds von Blackrock 875 Millionen Dollar in das New Yorker Unternehmen investiert. Damit bewertet der weltgrößte Vermögensverwalter das privat gehaltene Unternehmen mit etwa vier Milliarden Dollar. Gründer und CEO Salter soll aber weiterhin einen „signifikanten“ Anteil halten.

Der 56-Jährige gilt als Geschäftsmann mit einem guten Gespür für Marken. Seine Karriere begann in den 1980er-Jahren, 1992 gründete er dann mit anderen den Snowboard-Hersteller Ride Inc und brachte das Unternehmen 1994 an die Nasdaq. Zwei Jahre später verließ er Ride und arbeitete weiter in der Sportbranche, bis er 2006 die Private-Equity-Tochter Hilco Consumer Capital für Hilco Trading aufbaute.

Dort investierte er vor allem in bekannte, aber kriselnde Marken wie Polaroid und Sharper Image. Die damaligen Erfahrungen machte er sich zunutze, als er 2010 seine eigene Firma Authentic Brands gründete: Das Unternehmen kauft Marken, bei denen die Geschäfte stagnieren oder es bergab geht, und verkauft dann Lizenzen für den Gebrauch der Marke.

Heute hält das Unternehmen mehr als 50 Unterhaltungs- und Lifestyle-Marken, die insgesamt fast zehn Milliarden Dollar umsetzen. Allein in den vergangenen zwei Jahren hat Authentic Brands Umsatz und Gewinn verdoppelt. Über sein Unternehmen hat sich

Salters auch Markenrechte an Berühmtheiten wie Elvis Presley gesichert. Auch die Modemarken Nautica und Aeropostale gehören zum Portfolio.

Warten auf Reebok

Mit der Kapitalspritze von Blackrock will Salter weiter expandieren: „Wir glauben, dass Blackrocks Größe, globaler Fußabdruck und digitale Fähigkeiten uns in die Lage versetzen werden, unsere Organisation auszubauen und unser nationales und internationales Wachstum weiterzuführen.“

Einen großen Wunsch hat Salter noch, wie er vor einigen Monaten dem Modehandelsmagazin „Women’s Wear Daily“ anvertraute: „Ich würde liebend gerne Reebok kaufen“, sagte er. „Vielleicht lässt Adidas es ja irgendwann ziehen.“

Wenn er nicht arbeitet, verbringt Salter, der seit 32 Jahren mit seiner Frau verheiratet ist, seine Zeit am liebsten mit seiner Familie an seinem Haus am See oder beim Sport – Skifahren, Wasserskifahren, Tennis, Golfen gehören zu seinen Hobbys.

Und: „Spaß sind meine vier Jungs, ihre Ehefrauen oder Freundinnen und meine neue Enkelin“, erklärte er jüngst.

Mehr: Durch neue Strukturen will sich Blackrock für schwierige Zeiten rüsten. 20 Führungskräfte sollen neue Aufgaben bekommen.

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