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15.05.2019

20:43

Kai Hankeln

Wie sich Asklepios vom Klinik- zum Gesundheitskonzern wandeln will

Von: Maike Telgheder

Kai Hankeln, der CEO des Klinikbetreibers Asklepios, will massiv in neue Geschäftsfelder und digitale Prozesse im Gesundheitswesen investieren.

Der Asklepios-Chef baut das Angebot mit Zukäufen aus. Asklepios

Kai Hankeln

Der Asklepios-Chef baut das Angebot mit Zukäufen aus.

FrankfurtMehr ambulante Angebote, Telemedizin und ein breiter Einsatz neuer digitaler Technologien – mit diesen Maßnahmen will Kai Hankeln, CEO von Asklepios, den zweitgrößten privaten Klinikkonzern auf Wachstumskurs halten. Denn die Lage im Kerngeschäft des Unternehmens, der stationären Krankenhausbehandlung, wird angesichts sinkender Patientenzahlen, Fachkräftemangel und Überregulierung immer schwieriger.

Bis 2024 will der Konzern, der dem Unternehmer Bernard gr. Broermann gehört, rund 500 Millionen Euro in Digitalisierung investieren, um Klinikpersonal von Bürokratie zu entlasten und die Versorgung weiter zu verbessern. „Alles, was man digitalisieren kann, wollen wir digitalisieren“, sagt Hankeln. Online-Terminvergabe, digitale Patientenakte, aber auch mehr Automatisierung und Robotik gehören zum Aktionsplan des Klinikkonzerns mit 3,4 Milliarden Euro Jahresumsatz und mehr als 47.000 Mitarbeitern.

Zugleich baut der 49-jährige Konzernchef mit Zukäufen das Angebot in der Vor- und Nachsorge von Patienten gezielt aus. So erwarb Asklepios im vergangenen Jahr unter anderem die Firmen Talingo und Insite, die im Bereich Mitarbeitercoaching aktiv sind (Employee Assistance Programme), sowie Minddistrict aus den Niederlanden, das in mehreren europäischen Ländern eine webbasierte Plattform zur Behandlung und Nachsorge psychischer Erkrankungen bietet.

Langfristig, so der strategische Plan, soll Asklepios rund zwei Drittel seines Umsatzes jenseits des Kerngeschäfts Krankenhaus machen, das heute noch für 95 Prozent des Umsatzes steht. Vom Klinikkonzern zum Gesundheitsanbieter lautet die Marschrichtung für die nächsten Jahre. „Als Konzern in Familienhand denken wir bei Asklepios in Generationen“, sagt Hankeln.

Kai Hankeln wurde 2016 zum CEO von Asklepios berufen und führte das Unternehmen zunächst gemeinsam mit dem Mediziner Thomas Wolfram, der Anfang dieses Jahres zur Marienhaus Unternehmensgruppe wechselte. Seit Januar 2019 ist Hankeln alleiniger Vorsitzender des Vorstands. Der Betriebswirt ist bereits seit vielen Jahren in verschiedenen Funktionen für Asklepios tätig und verantwortet auch weiterhin die Region Nord Ost.

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