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28.10.2019

19:17

Diamontech: Diabetes-Start-up strebt an die Börse imago/Viviane Wild

Thorsten Lubinski

Wie man Blutzucker messen kann, ohne in die Haut stechen zu müssen – diesem Thema hat sich der 45-Jährige mit drei Mitgründern seit 2015 bei Diamontech verschrieben.

Medizintechnik

Das Diabetes-Start-up Diamontech strebt an die Börse

Von: Maike Telgheder

Die Medizintechnikfirma hat ein Messverfahren entwickelt, das den Zuckergehalt ohne Hauteinstich ermittelt. Der Börsengang soll den Marktstart finanzieren.

Frankfurt Das Medizintechnik-Start-up Diamontech plant den Gang an die Börse. CEO und Mitgründer Thorsten Lubinski will dadurch die nötigen Mittel beschaffen, um das innovative Blutzuckermessgerät des Unternehmens weiterzuentwickeln und ab nächstem Jahr auf den Markt zu bringen.

Wie man Blutzucker messen kann, ohne in die Haut stechen zu müssen – diesem Thema hat sich der 45-Jährige mit drei Mitgründern seit 2015 bei Diamontech verschrieben. Das Medizintechnikunternehmen hat ein laserbasiertes Messverfahren entwickelt, das photothermisch den Zuckergehalt im Blut ermittelt – durch Auflegen eines Fingers auf eine optische Schnittstelle.

Die CE-Zertifizierung für sein Medizinprodukt hat Diamontech kürzlich erhalten. Jetzt soll das Produkt, das noch etwa so groß wie ein Schuhkarton ist, auf Smartphonegröße geschrumpft und ab kommendem Jahr auf den Markt gebracht werden. Um das zu finanzieren, plant Diamontech innerhalb der nächsten drei Monate einen Börsengang im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse.

„Wir werden einen neuen Standard in einem der attraktivsten Wachstumsmärkte mit aktuell mehr als 400 Millionen Diabetikern setzen“, wirbt Lubinski für sein Unternehmen mit zurzeit 14 Mitarbeitern. Das globale Marktvolumen für Blutzuckermessgeräte beträgt laut Diamontech insgesamt zehn Milliarden US-Dollar. Lubinski hat Computerwissenschaft und BWL studiert und bereits ein paar Start-ups (Alazar, Plinga, Sixdoors) mitgegründet.

Beim Börsengang will Diamontech neue auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag aus einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage ausgeben. Die Kapitalerhöhung soll voraussichtlich rund 50 Millionen Euro betragen. Darüber hinaus ist geplant, eine Mehrzuteilungsoption von 15 Prozent zur Verfügung zu stellen.

Lubinski und seine drei Mitgründer halten aktuell noch mehr als die Hälfte der Anteile am Unternehmen. Der Rest entfällt auf Investoren wie Jingdong Capital, Bioventures, IBB Beteiligungsgesellschaft und Media Ventures vom Außenwerber Dirk Ströer. Inwieweit auch die bestehenden Investoren beim Börsengang Aktien kaufen, ist noch nicht klar.

Mehr: Siemens Healthineers wagt erstmals seit dem Börsengang eine große Übernahme. Corindus ist auf robotergestützte Gefäßinterventionen spezialisiert.

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