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20.03.2019

07:56

Mitarbeiter-Zufriedenheit

Start-up Peakon erhält weitere 30 Millionen Euro von Atomico

Von: Anja Müller

Das dänische Start-up sieht in Deutschland den wichtigsten Markt und die unzufriedensten Mitarbeiter. Nun erhält Peakon erneut eine größere Finanzierungsrunde..

Von línks: Dan Rogers, Phil Chambers, Christian Holm und Kasper Hulthin. Peakon

Die Peakon-Gründer

Von línks: Dan Rogers, Phil Chambers, Christian Holm und Kasper Hulthin.

DüsseldorfPeople Analytics nenne sich die Programme zur Mitarbeiteranalyse, bei denen künstliche Intelligenz die Grundlage bildet. Das Thema wird in Zeiten des Fachkräftemangels, aber auch von Sparogrammen, immer wichtiger. Laut einer Deloitte-Studie aus dem vergangenen Jahr, haben bereits damals die Unternehmen weltweit mehr als eine Milliarde Dollar in Tools zur Erfassung der Mitarbeiterzufriedenheit investiert.

Das dänische Start-up Peakon, das People Analytics anbietet, bekommt nun erneut 30 Millionen Euro Wagniskapital von dem renommierten europäischen Investor Atomico, der von Skype-Gründer Niklas Zennström mitgegründet wurde.

Insgesamt hat das Unternehmen in der zweiten Finanzierungsrunde dann 48 Millionen Euro erhalten, an der sich auch die bestehenden Investoren Balderton Capital , EQT Ventures Fonds, ID Invest Partners und Sunstone beteiligt haben. Zu den Kunden in Deutschland zählen nach eigenen Angaben, Roland Berger, Metro, Delivery Hero, Babbel, Adjust und Lufthansa Innovation Hub.

Grundsätzlich ist die Messung der Mitarbeiter-Zufriedenheit auf zwei Wegen möglich: Als regelmäßige Umfrage, die im Zweifel wöchentlich stattfinden kann, aber auch als Mitarbeiterüberwachung, die in den USA erlaubt ist. Dort kann zum Beispiel der Tonfall der Mitarbeiter überwacht werden.

Auf Nachfrage des Handelsblatts distanziert sich Peakon von einer Mitarbeiterüberwachung. Das 2014 in Dänemark gegründete Unternehmen biete keine Software an, die beispielsweise aus dem Tastenanschlag der Computertastatur erkennt, wie motiviert man seine E-Mails schreibt.

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Dank Künstlicher Intelligenz lassen sich Mitarbeiter in den USA bereits rundum vermessen. Auch deutsche Unternehmen experimentieren mit People Analytics.

Die Peakon-Software diene ausschließlich dazu, Unternehmen die Mitarbeiterbefragung zu erleichtern, diesen Prozess zu optimieren und Personalabteilungen ein Werkzeug an die Hand zu geben, das es vereinfacht, das Feedback von Mitarbeitern zu sammeln und in Lösungen umzusetzen.

Dennoch zählt Vorstandschef Phil Chambers, der Peakon gemeinsam mit Kasper Hulthin, Dan Rogers und Christian Holm gegründet hat, auf, was die Plattform so alles herausfinden kann: Darunter sind eine Kündigungsprognose in Echtzeit, das Erkennen von Belästigung im Kollegenkreis oder die Analyse der Erfahrung der Mitarbeiter in den verschiedenen Phasen der Karriere im Unternehmen.

Mit dem Geld will Peakon in den US-Markt weiter vordringen. Das Potenzial dort schätzt das Unternehmen auf 18 Milliarden Euro. Dort soll daher die Mitarbeiterzahl verdreifacht werden. Insgesamt arbeiten in Kopenhagen, London Berlin und New York bislang 180 Mitarbeiter für Peakon.

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