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24.09.2018

16:14

Naomi Owusu

Software-Entwickler Tickaroo bekommt prominente Kunden

Von: Johannes Steger

Naomi Owusu kann mit ihrem Liveticker-Start-up prominente Neukunden gewinnen. Zwei reichweitenstarke Medienportale setzen künftig auf die Technologie.

Am Anfang wollte die Gründerin besonders Lokaljournalisten und Fans von unterklassigen Vereinen ansprechen, um kostengünstige Live-Berichterstattung zu ermöglichen. Tickaroo

Naomi Owusu

Am Anfang wollte die Gründerin besonders Lokaljournalisten und Fans von unterklassigen Vereinen ansprechen, um kostengünstige Live-Berichterstattung zu ermöglichen.

Regensburg Naomi Owusu ist viel unterwegs: Berlin, Hamburg oder auch mal ins texanische Austin zur Digitalkonferenz SXSW. Doch ihre Heimat Regensburg möchte sie dann doch nicht eintauschen gegen irgendeinen hipperen Standort auf dieser Welt. Wenn sie das so klarstellt, dann verfällt sie noch ein wenig mehr in diese gemütlich-freundliche Sprachmelodie, die die Menschen im deutschen Süden eben so auszeichnet.

Dabei ist die 37-jährige vierfache Mutter eher dynamisch: Ihr Start-up Tickaroo listet der Mediendienst Kress bei den wichtigsten Spezialagenturen Deutschlands.

Dabei fing alles ziemlich klein an im beschaulichen Regensburg: Als Owusu 2011 zusammen mit ihren drei Mitgründern Tickaroo gründete, war der Anspruch noch ein anderer: „Wir wollten Lokaljournalisten und Fans von unterklassigen Vereinen ansprechen, um kostengünstige Live-Berichterstattung zu ermöglichen“, erinnert sich Owusu.

Tickaroo bietet eine Live-Blogging-Technologie, die vom Rechner oder dem Smartphone bespielt werden kann und zum Beispiel über aktuelle Sportereignisse informiert und auch sowohl im News- als auch Event-Bereich Anwendung findet.

Doch alles änderte sich, als das Fußballmagazin „kicker“ auf die Regensburger aufmerksam wurde und sich mit einer siebenstelligen Summe beteiligte: „Das hat uns auf den Schirm von anderen Medienhäusern gebracht“, erzählt Owusu, die vor Tickaroo als freie Digitalberaterin arbeitete. Zum 7. Geburtstag kann sie nun einen weiteren Schritt verkünden: Mit „Spiegel Online“ und „Süddeutscher Zeitung“ gehören nun zwei der größten Medien des Landes zum Kundenkreis der Regensburgerin.

Sie nutzen die Technologie nicht nur für die Sport-, sondern zum Beispiel auch die Politikberichterstattung. Ihre Anfänge will Owusu trotzdem nicht vergessen: „Ohne die Hobbyredakteure wären wir heute nicht da, wo wir sind.“ Die Technologie soll deshalb auch weiter als kostenlose Version verfügbar sein, nur Verbände, Veranstalter und Medienhäuser müssen zahlen.

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