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29.08.2019

13:09

Parfümeriekette

Wie Tina Müller für neuen Schwung bei Douglas sorgt

Von: Corinna Nohn

Die Marketingstrategin weist bei der einst darbenden Parfümeriekette wiederholt steigende Umsätze vor. Besonders das Online-Geschäft wächst rasant.

Douglas: Wie Tina Müller für neuen Schwung sorgt Uta Wagner für Handelsblatt

Tina Müller

Douglas soll nicht einfach nur verkaufen, sondern beraten, behandeln, Schönheitswissen vermitteln.

Düsseldorf Vielleicht ist das ja der Turnaround bei der lange schwächelnden Parfümeriekette. Zumindest kann Douglas-Chefin Tina Müller knapp zwei Jahre nach Amtsantritt bereits das vierte Quartal in Folge steigende Umsätze vermelden – und einen Überschuss. „Unser Wachstum ist nachhaltig positiv“, sagte sie dem Handelsblatt, „auch in das vierte Quartal sind wir mit dem Umsatz gut gestartet.“

So hat Douglas im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 ein Plus von 5,7 Prozent erzielt. Zwar fiel in diesen Zeitraum das für die Beauty-Branche so wichtige Ostergeschäft. Aber auch die Bilanz für die ersten neun Monate weist Erfolge aus: Der Umsatz stieg auf 2,7 Milliarden Euro, fast die Summe des kompletten Vorjahres.

Unterm Strich steht für diese Zeit ein Überschuss von 59,9 Millionen Euro – nach zuvor minus 30,2 Millionen Euro.

Entsprechend selbstbewusst gibt sich die Marketingstrategin, die schon in ihrer Zeit bei Opel dem Autohersteller ein neues Image verpasst hat und bei Douglas mit hohen Ansprüchen und Tempo die Mannschaft antreibt, Filialen umbauen lässt, die Digitalisierung pusht und auch selbst mit Postings auf Social Media auffällt.

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    Vor allem preist sie die rasante Entwicklung im Onlinehandel. „Wir wachsen online schneller als der Markt und sind dabei zweistellig profitabel.“ In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres erwirtschaftete Douglas online schon fast eine halbe Milliarde Euro – 17 Prozent des Gesamtumsatzes.

    Müller verweist auch auf ihre Strategie #forwardbeauty und den Umbau zum Online-Marktplatz. Douglas – zu 15 Prozent im Besitz der Gründerfamilie Kreke, zu 85 Prozent Beteiligung des Finanzinvestors CVC – soll nicht einfach nur verkaufen, sondern beraten, behandeln, Schönheitswissen vermitteln.

    Bei so viel Entschiedenheit für E-Commerce erregen Meldungen wie jene, dass Douglas 70 Filialen schließen werde, Aufregung. Die 50-jährige CEO aber sagt: „Wir stehen zu unserem Filialnetz und investieren.“ Es gehe um Läden vorrangig in Italien und Spanien, wo der Konzern in kurzer Zeit vier Unternehmen zugekauft hatte.

    In Deutschland sollen bis Ende 2020 etwas mehr als zehn Filialen schließen. Aber allein 2019 habe man hier auch 16 eröffnet. Müller sagt: „Wir werden immer Filialen haben – aber sie müssen sich vom reinen Verkauf zum Erlebnisshopping wandeln.“

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