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10.04.2022

11:13

Strompreise

Viele Firmen wegen Energiepreisen an Belastungsgrenze

Seit dem Krieg in der Ukraine steht ein mögliches russisches Ölembargo im Raum. Vor allem mittelständische Unternehmen würden von hohen Strompreisen getroffen werden.

Ein Tankwagen der Bahn stehen im Industriehafen Köln Godorf vor einer Raffinerie. Durch den Krieg in der Ukraine sind die Preise für Energie gestiegen. dpa

Raffinerie Köln Godorf

Ein Tankwagen der Bahn stehen im Industriehafen Köln Godorf vor einer Raffinerie. Durch den Krieg in der Ukraine sind die Preise für Energie gestiegen.

Berlin Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft sieht viele Firmen angesichts der hohen Energiepreise an der Belastungsgrenze. Deswegen sind viele Unternehmen gegen ein Embargo russischer Lieferungen, wie eine Umfrage des Verbands ergab. Auf die Frage, ob man für ein sofortiges Ende russischer Energieimporte zum Preis höherer Bezugskosten wäre, antworteten zum Erdgas 56 Prozent der Firmen mit nein – im Falle von Erdöl 52 Prozent mit ja.

Auf die Frage, wie viel die Firma im Falle eines Embargos bereit wäre, mehr für die Energieversorgung zu bezahlen, gaben fast 48 Prozent der Firmen an, sie wollten keinen Aufschlag zahlen. Rund 32 Prozent der Firmen wären bereit, einen Aufschlag von bis zu 30 Prozent zu akzeptieren – rund 15 Prozent könnten sich einen Aufschlag von 50 Prozent vorstellen. An der Umfrage beteiligten sich 1200 Unternehmen. Die Ergebnisse lagen der Deutschen Presse-Agentur vor.

Verbands-Geschäftsführer Markus Jerger kommentierte. „Das Verständnis unter den Unternehmen angesichts der aktuellen politischen Situation ist da - viele können es sich aber einfach nicht leisten, noch höhere Energiepreise zu zahlen.“ Die Unternehmen bräuchten eine spürbare Entlastung auf der Kostenseite.

Eine schnelle Umsetzung der geplanten Maßnahmen der Regierung wäre ein erster Schritt. Die Regierung hatte zum einen Entlastungen angekündigt. Zudem soll es ein Hilfspaket für Firmen geben, die unter den Folgen des Ukraine-Kriegs sowie hohen Energiepreisen leiden.

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    dpa

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