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21.02.2019

11:18

VW, BMW, Aldi, Bosch

Top 500 der Familienunternehmen – Firmen aus USA und Deutschland dominieren

Von: Anja Müller

In der aktuellen Rangliste der 500 weltgrößten Familienunternehmen bilden die deutschen die zweitgrößte Gruppe. Die Dominanz der US-Firmen bleibt ungebrochen.

Der Konzern ist neu in die Top 10 der größten Familienunternehmen eingezogen. dpa

Bosch-Zentrum für Forschung und Vorausentwicklung in Renningen

Der Konzern ist neu in die Top 10 der größten Familienunternehmen eingezogen.

DüsseldorfDer Autobauer Volkswagen ist das zweitgrößte Familienunternehmen der Welt hinter dem US-Einzelhandelskonzern Walmart. Knapp hinter VW rangieren in der Gruppe der weltgrößten deutschen Familienunternehmen BMW und die Schwarz-Gruppe. Vor Aldi hat sich 2019 noch Bosch geschoben.

Damit sind allein unter den 25 umsatzstärksten Familienfirmen weltweit sieben mit Sitz in der Bundesrepublik. Insgesamt sind in dem aktuellen Ranking (Global Family Business Index), das alle zwei Jahre von der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY und der Universität St. Gallen erhoben wird, 79 deutsche Familienfirmen vertreten – das sind neun mehr als noch 2017. Das entspricht einer Steigerung um 13 Prozent.

Der Gesamtumsatz der 79 deutschen Familienunternehmen beträgt zusammen 1,42 Billionen US-Dollar. Damit belegt Deutschland im Länderranking Platz zwei hinter den USA mit 122 Unternehmen. Insgesamt kommen die US-Unternehmen auf 2,35 Billionen US-Dollar Gesamtumsatz. Die USA und Deutschland liegen in dem Ranking weit vor Frankreich, das 28 Familienfirmen unter den Top 500 vorzuweisen hat. Allerdings waren die USA im vergangenen Jahr noch mit vier Unternehmen mehr in der Top-500-Liste vertreten.

Die Erhebung solcher Rankings ist nicht ganz einfach, denn es sind auch einige Firmen nicht erwähnt, die zu selten Zahlen veröffentlichen. Auch wichtige Tech-Firmen, die sich noch in Gründerhand befinden, oder in denen Gründer noch über Mehrheiten verfügen, sucht man in der Auflistung vergebens. Berücksichtigt werden nur Firmen, die bereits in den Händen der zweiten Generation liegen.

Darüber hinaus gelangen auch nur die Firmen in Ranking, bei denen die Familie über mehr als 50 Prozent der Anteile und Stimmrechte verfügt, oder börsennotierte Unternehmen, an denen die Familie mindestens 32 Prozent der Anteile und Stimmrechte hält.

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Werden Konzerne von Familien dominiert, finden sie sich ebenfalls im Ranking wieder. Zu den Neuzugängen aus Deutschland gehört zum Beispiel auch die Metro, wenngleich der neue Eigentümer Daniel Křetínský zum Zeitpunkt der Datenerhebung noch nicht die Anteile des Familienunternehmens Haniel erworben hatte.

„Das Ranking zeigt, wie stark Familienunternehmen gerade den Standort Deutschland prägen und dass Familienunternehmen hierzulande eine überdurchschnittlich große Rolle spielen“, sagt Michael Marbler, Partner bei EY und verantwortlich für den Bereich Mittelstand.

Dieses Jahr haben es mehr Technologiefirmen und börsennotierte Unternehmen ins Ranking geschafft. Zum ersten Mal seit der Erhebung des Global Family Business Index haben sich die Forscher auch die Unternehmensführung angeschaut.

So werden die meisten der 500 weltgrößten Familienunternehmen von familienfremden männlichen Managern geführt. Die Diversität im operativen Management und in den Aufsichtsgremien sei geringer als bei der Fortune-500-Liste des gleichnamigen US-Wirtschaftsmagazins. Dagegen ist das Wachstum der weltgrößten Familienunternehmen mit knapp zehn Prozent deutlich höher als das der Fortune 500 mit weniger als einem Prozent.

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