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09.11.2018

10:30

Als Kulturmanagerin war sie bei unterschiedlichen Institutionen und Kultursparten u.a. der Art Basel/Art Basel Miami Beach, Young Euro Classic, Klang! Netzwerk Neue Musik und als VIP-Relations Managerin  des Art Forum Berlin tätig. Privat

Anaïs Röschke

Als Kulturmanagerin war sie bei unterschiedlichen Institutionen und Kultursparten u.a. der Art Basel/Art Basel Miami Beach, Young Euro Classic, Klang! Netzwerk Neue Musik und als VIP-Relations Managerin des Art Forum Berlin tätig.

Anaïs Röschke

„Suche Menschen, die Dich in Deinen Stärken unterstützen, nicht in den Schwächen“

Von: Carina Kontio

Es gibt nicht allzu viele Start-ups, die antreten, um den Kulturbetrieb zu revolutionieren. Anaïs Röschke versucht es nicht nur, sie tut es.

Anaïs Röschke ist – gemeinsam mit David Jackson – Gründerin von The Art of Business (www.art-of-business.eu). Gestartet mit einer Matching-Plattform für Kunst und Wirtschaft, entwickeln sie Partnerstrategien und Netzwerkformate mit dem Fokus auf Architektur und Bauindustrie, um Unternehmen mit ihren Zielgruppen zu verbinden.

Röschke, die Malerei, Kulturpädagogik und Kulturmanagement studiert hat, spricht, schreibt und teilt: über die Vereinbarkeit von Kind und Karriere oder über den oft steinigen Weg als Gründerin in einem Nischenmarkt. Für die Netzwerk-Expertin und Handelsblatt-Kolumnistin Tijen Onaran zählte sie 2017 zu den vier Frauen, die unsere Wirtschaft verändern. Von Röschke kann man lernen, dass es nicht immer auf das was, sondern eher auf das wie ankommt. Sie zeigt: Kultur ist, was wir draus machen.

Liebe Frau Röschke, was sind Ihre Stärken?
Während meines Kunststudiums habe ich gelernt, mich selbst zu strukturieren, mir Ziele zu setzen und praktisch umzusetzen. Da ist keiner, der dir sagt, was du tun sollst. Zur Realisierung meiner künstlerischen Arbeiten lernte ich schnell, Allianzen zu bilden und auf andere Menschen zuzugehen. Das ist wichtig, um auf Know-how zurückzugreifen zu können, denn die meisten Projekte schafft man einfach nicht alleine.

Zu meinen Stärken gehört es daher auch, Fragen zu stellen, zu hinterfragen, zuzuhören und immer weiter zu machen. Von unseren Kunden höre ich immer wieder, dass ich eine Gabe habe, Menschen zu verbinden, die sonst nicht zueinander finden würden.

Wer ist Ihr persönliches Rolemodel und warum?
Was mich immer interessiert hat, sind Menschen, die ihren ganz eigenen Weg gehen. Demnach gibt es für mich kein alleiniges Rolemodel. Ich suche mir vielmehr Vorbilder meiner Themen und Fragen entsprechend. Es gibt einfach zu viele inspirierende und faszinierende Menschen, um sich auf nur eine Person festzulegen.

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Angenommen, eine Freundin oder Mitarbeiterin denkt: „Ich verdiene den Erfolg gar nicht“, „Ich bin gar nicht gut genug“, „Das schaffe ich nie“, „Andere sind um Welten besser als ich…“ – Was raten Sie?
Suche Dir Menschen, die Dich in Deinen Stärken unterstützen, nicht in Deinen Schwächen. Das können Kollegen, Freunde oder Netzwerke sein.

Ein No-Go im Umgang mit Mitarbeitern ist für mich…?
... Respektlosigkeit.

Feedback ist für mich…?
... eine tolle Möglichkeit, meine Ideen von verschiedenen Seiten zu beleuchten und so zu Entscheidungen zu kommen.

Netzwerken für Dummies

Freiwillig aushelfen

Wer Probleme damit hat, auf Fremde zuzugehen, sollte den Veranstaltern kurz vor dem Event seine Hilfe anbieten. So geht der angehende Netzwerker auf Nummer sicher, dass er nicht nur dumm in der Ecke rumsteht – schließlich hat er durch sein Engagement eine klare Aufgabe. Und währenddessen kommt er ganz zufällig mit neuen Menschen ins Gespräch, ohne dafür selbst den ersten Schritt machen zu müssen.

Gewohntes Umfeld verlassen

Leute außerhalb des direkten Umfeldes können dafür sorgen, dass man eine ganz neue Perspektive auf Projekte oder Probleme einnehmen kann. Jedem sollte eine Chance gegeben werden: Schließlich weiß man nie, wer einen interessanten Kontaktpartner ausmacht.

Frühzeitig da sein

Ganz wichtig beim Netzwerken: die Ruhe vor dem Sturm ausnutzen. Um neue Kontakte während einer Veranstaltung zu knüpfen, bietet es sich an, etwas früher da zu sein als die Mehrheit der Gäste. Denn wenn nur ein paar Menschen da sind, bleibt einem nichts anderes übrig, als auf diese zuzugehen. Und dann ist auch die Chance groß, die Organisatoren oder Sprecher wichtiger Organisationen zu erwischen, bevor sie von einer Meute umringt werden, die sich gerne vorstellen will.

Nicht sofort drauf losschießen

Der angehende Netzwerker ist überpünktlich da, überwindet seine Hemmungen und gesellt sich zu einer kleinen Gruppe. Den größten Fehler, den er dann machen kann: einfach drauf losplappern. Wenn es zu einem Gespräch kommt, sollte er lieber erst einmal aufmerksam zuhören und Fragen stellen. Schließlich ist Netzwerken keine Einbahnstraße: Wenn man ehrliches Interesse an den Problemen anderer zeigt, werden sie wahrscheinlich auch dasselbe für ihr Gegenüber tun.

Lächle

Noch Fragen?

Sich ein Ziel setzen

Schon vor der Veranstaltung sollte man sich gut überlegen, mit wie vielen Leuten man sich unterhalten will. Schließlich passt nicht jede x-beliebige Person in das persönliche Netzwerk. The Changer rät angehenden Netzwerkern deshalb dazu, sich vorab die Teilnehmerliste zu organisieren, um vorab herauszufinden, wer während des Events als möglicher neuer Kontakt geeignet ist.

Fragen zurechtlegen

Wenn geklärt ist, wen der angehende Netzwerker ansprechen möchte und warum, ist es sinnvoll, sich ein paar Fragen zurecht zu legen. Zum Beispiel: „Welche Vorschläge hast für mich?“ oder „Kennst du jemanden, mit dem ich mal reden sollte?“. Natürlich sollte man sich vorab auch Gedanken darüber machen, welche Fragen einem selbst gestellt werden könnten.

Rechtzeitig weiterziehen

Das Gespräch mit einer fremden Person kann super laufen. Das bedeutet aber nicht, dass man bis zum Ende der Veranstaltung zusammenbleibt. Spätestens nach zehn Minuten sollten Netzwerker weiterziehen – um mit möglichst vielen Menschen in Kontakt zu kommen. Wem es schwer fällt, das Gespräch zu beenden, dem rät The Changer dazu, in einem geeigneten Moment die Businesscard zu zücken und vorzuschlagen, das Gespräch zu einem späteren Zeitpunkt intensiver weiterzuführen.

Zweitkontakt intelligent herstellen

Der erste Kontakt wurde während des Events hergestellt. Im zweiten Schritt gilt es, den Zweitkontakt geschickt herzustellen. Wer allerdings nicht mehr zu bieten hat als „Schön, dich gestern kennengelernt zu haben“ läuft Gefahr, dass der Kontakt ins Leere läuft. Sinnvoll ist es, Informationen – zum Beispiel zu Gesprächsthemen – mitzuschicken, um zu beweisen, dass man als Kontaktperson wirklich etwas zu bieten hat.

Netzwerk pflegen

Netzwerken bedeutet nicht: Man tut es einmal und hakt es dann auf seiner Liste ab. Netzwerken muss vielmehr in die Arbeitsweise integriert werden. Wer wirklich von seinen Kontakten profitieren will, muss sie pflegen und Zeit investieren.

Quelle

Die Karriereplattform The Changer gibt in ihrem Buch „Karriere mit Sinn“ zehn Tipps, wie Laien zu Netzwerk-Experten werden.

Über ihre Erfolge sollten Frauen…?
... unbedingt reden! Gerne auch darüber, wie sie dorthin gekommen sind, denn so zeigen sie wiederum Wege für andere auf, wie sie zum Erfolg kommen können.

Her mit dem Geld: Ihr Ratschlag an andere Frauen für Gehaltsverhandlungen?
Für mich persönlich war das in meiner Angestelltenzeit immer ein Stressthema. Als ich dann für unser Unternehmen die erste Honorarverhandlung geführt habe, hat es klick gemacht: Es geht um mein Einkommen und den Wert meiner Arbeit. Den Ratschlag, den ich einmal bekommen habe, nämlich mir vor Augen zu führen, wofür ich das Geld brauche, kann ich sehr empfehlen. Mit einer Vision vor Augen verhandelt es sich viel einfacher.

Verbündete und Mentoren/ finde ich, indem…?
...ich die Person, auch wenn ich sie noch nicht kenne, einfach anfrage. Es ist unglaublich, wie viele Menschen Dich unterstützen wollen, wenn Du nach Rat fragst. Eine tolle Erfahrung!

In Konfliktsituationen bin ich…?
... ruhig. Erstmal ausatmen. Sobald ich mir einen Überblick verschafft habe, gehe ich die Herausforderung konstruktiv an. Jetzt noch eine Portion Humor. So klappt es eigentlich immer.

Pannen sind…?
... menschlich. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auch hier Humor hilft, vertrackte Situationen zu lösen und dass eine offene und ehrliche Kommunikation die Dinge wieder zusammenführt.

Wie gehen Sie mit Stress um?
Ein gewisses Stresslevel ist Motivation. Übersteigt es dieses Level jedoch, versuche ich, das anzunehmen und mich nicht überrollen zu lassen. Ich frage mich, was Priorität hat, und arbeite dann eines nach dem anderen ab. Die einfache Frage, was im schlimmsten Fall passieren kann, reicht meist, um den Stress wieder auf Motivationslevel zu bringen.

Magdalena Rogl, Head of Digital Channels Microsoft Deutschland: „Mein Vorsatz: Sei die Chefin, die du dir früher selbst gewünscht hättest“

Magdalena Rogl, Head of Digital Channels Microsoft Deutschland

„Mein Vorsatz: Sei die Chefin, die du dir früher selbst gewünscht hättest“

Mit 30 Jahren wurde Magdalena Rogl Chefin der digitalen Kanäle bei Microsoft Deutschland. Ein Gespräch über Pannen, Stress und Lebenskrisen.

Nein sagen sollten Frauen zu…?
... allem, womit sie sich unwohl fühlen!

Sie merken, dass Sie unglücklich sind in Ihrem Job. Was tun Sie?
Ich versuche rauszufinden, ob es einer vorübergehenden Situation geschuldet ist. Wenn dem nicht so ist, muss ich mich bewegen. Auch wenn das manchmal anstrengend ist. Nur so kommt man weiter. Ganz wichtig: Nicht meckern, sondern selbst verändern. Da wird niemand kommen, der das für dich tut!

Anderen Chefs würde ich gerne sagen, …
Sei da, steck den Rahmen ab, aber lass innerhalb des Rahmens Handlungsfreiraum.

Frau Röschke, ich danke Ihnen für das Gespräch.

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