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25.06.2018

13:46

Vorstands- und Führungsebene

Den 30 größten Unternehmen fehlen 1100 weibliche Führungskräfte

Von: Carina Kontio

In Vorständen und auf obersten Führungsebenen sind Frauen in den Dax-30-Firmen weiter unterrepräsentiert – mehr als 1100 Kandidatinnen fehlen.

Nur drei Jahre nach Inkrafttreten wurde die gesetzlich geforderte Frauenquote von 30 Prozent für Aufsichtsräte der 30 größten börsennotierten deutschen Unternehmen erreicht und überschritten.

Frauen im Aufsichtsrat

Nur drei Jahre nach Inkrafttreten wurde die gesetzlich geforderte Frauenquote von 30 Prozent für Aufsichtsräte der 30 größten börsennotierten deutschen Unternehmen erreicht und überschritten.

BonnWährend die gesetzliche Frauenquote von 30 Prozent in den Aufsichtsräten der 30 größten deutschen Unternehmen dieses Jahr erstmals erreicht ist, sieht es auf Vorstandsebene sowie auf den Führungsebenen 1 und 2 ganz anders aus. Dort sind die Dax-Unternehmen noch weit von den selbst gesteckten Zielen oder einer Quote von 30 Prozent entfernt.

Allein um auf 30 Prozent zu kommen, fehlen den Schwergewichten der deutschen Wirtschaft momentan auf den ersten drei Führungsebenen über 1100 weibliche Top-Führungskräfte. Auch bei der Internationalisierung der Aufsichtsgremien nehmen die größten deutschen Unternehmen keine Führungsrolle ein. Nach steigender Quote im Vorjahr sank der Anteil der Ausländer dieses Jahr wieder – auf nunmehr 28 Prozent.

Gegenwärtig kommen elf Aufsichtsräte aus den USA, 24 aus Österreich und der Schweiz, 30 aus anderen europäischen Ländern und sechs aus dem Rest der Welt. Die wichtigen Zukunftsmärkte Asien, Lateinamerika und Afrika sind personell in den Dax-30-Aufsichtsräten praktisch nicht vertreten.

Das sind die Ergebnisse einer jährlichen Erhebung der Personalberatung Russell Reynolds Associates, die heute veröffentlicht wurde. „Für qualifizierte Frauen, die ganz nach oben wollen, sind goldene Zeiten angebrochen. Es werden dringend weibliche Führungskräfte gesucht“, erläutert Jens-Thomas Pietralla, Leiter der Europäischen CEO & Board Praxisgruppe bei Russell Reynolds Associates.

Diese sechs Fähigkeiten brauchen Digital-Manager

1. Forschergeist

Neue Technologien testet der Chief Digital Manager sofort. Er möchte sie durchdringen und ihren Einfluss auf wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen. Er muss Richtungsweisendes von Irrelevantem trennen und einordnen können, welche Auswirkungen das Neue auf sein Unternehmen und das relevante Umfeld hat oder haben könnte.

2. Gedankliche Flexibilität

Das ständig Neue, sich technologisch Wandelnde bedingt kontinuierlichen Paradigmenwechsel. Daher sind Offenheit und Flexibilität zentrale Kernkompetenzen des CDO. Er muss in der Lage sein, das eigene Denken und Handeln permanent zu hinterfragen, kritisch zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

3. Datenverständnis

Alles was digital sein kann, wird digital. Daraus resultieren eine hochkomplexe Interkonnektivität und eine riesige Datenmasse. Daher müssen Chief Digital Officers ein hervorragendes Verständnis von End-to-End-Prozessen haben und im Detail verstehen, welche Prozesse, Aktionen, Produkte, Informationen wie ineinandergreifen.

4. Spirit

Ohne Spirit bleiben die großen Sprünge aus, denn die innovativsten und besten Leute der Digitalbranche wollen nur mit den Besten arbeiten. Sie zeichnen sich durch Feuer, Enthusiasmus, Leidenschaft und der Fähigkeit aus, andere mitzureißen - und das spürt man sofort.

5. Überzeugungskraft

Wandel hat immer schmerzhafte Seiten. Bei der erfolgreichen digitalen Transformation ist es erforderlich, alte Strukturen zu überdenken und neu zu formieren, Altlasten über Bord zu werfen und neue Prozesse zu installieren. Der Digital-Vorstand muss Brücken bauen und überzeugen können und dabei stets sicherstellen, dass er die Unterstützung der Mitarbeiter, Kollegen und Kunden erhält und sie seine Vision teilen und mittragen.

6. Mut

Einen Aufbruch zu wagen, der wie der digitale Wandel so grundlegende Veränderungen für das Unternehmen mit sich bringt, und ihn kontinuierlich weiterzutreiben, erfordert Courage. CDOs müssen den Mut haben, ein Ziel zu verfolgen, von dem sie zwar eine Vorstellung haben, aber nicht wissen, wie das Ergebnis wirklich aussehen wird.

Quelle

Sechs Fähigkeiten für Digital-Manager: Personalberater Dwight Cribb erklärt, welche Fähigkeiten ein Digital-Manager brauchen.
(Cio.de)

Nur drei Jahre nach Inkrafttreten wurde die gesetzlich geforderte Frauenquote von 30 Prozent für Aufsichtsräte im Mittel der 30 größten börsennotierten deutschen Unternehmen auf der Kapitalseite im Mai dieses Jahres erreicht und überschritten (sie liegt jetzt bei 31,6 Prozent). Nimmt man allerdings Aufsichtsrats-Vorsitz und Ausschusstätigkeit als Maßstab für die Machtverteilung in Aufsichtsräten, so ist der Dax-30 nach wie vor sehr männlich dominiert: Bislang gibt es mit Simone Bagel-Trah bei Henkel nur eine weibliche Aufsichtsratsvorsitzende im Club der 30, und zehn weibliche Ausschussvorsitzende von 129.

„Die Digitalisierung erscheint damit in besonderem Maße weiblich.“

In den Aufsichtsräten konnte die Frauenquote dieses Jahr vor allem mit Hilfe anglo-amerikanischer Managerinnen erreicht werden. „Deutschland hat Nachholbedarf, wenn es darum geht, genügend weibliche Führungskräfte in Top-Positionen zu bringen“, sagt Pietralla.

Die Studie zeigt auch, dass der Anteil an Digitalisierungsexperten unter den neu gewählten Aufsichtsräten auf 20 Prozent gestiegen ist. Die starke Zunahme an Experten für Digitalisierung in den Aufsichtsräten bedeutet, dass jetzt jedes zehnte Aufsichtsratsmitglied über Digitalkompetenz verfügt. Ein Anstieg um 67 Prozent in den letzten vier Jahren.

Hierbei haben Frauen kräftig mitgeholfen: Der Anteil der weiblichen Digitalisierungsexperten hat sich in den vergangenen vier Jahren vervierfacht – von 3 auf 12. Frauen stellen mit einem Anteil von 48 Prozent inzwischen fast die Hälfte aller Digitalisierungsexperten in den Dax-30-Unternehmen. „Überproportional viele weibliche Aufsichtsräte unterstützen durch ihre Expertise die Digitalisierung in Deutschland“, resümiert Thomas Tomkos, Leiter der deutschen CEO & Board Praxisgruppe bei Russell Reynolds Associates. „Die Digitalisierung erscheint damit in besonderem Maße weiblich.“

Die Studie zeigt auch: Die Entflechtung schreitet weiter voran. Die früher als Deutschland AG kritisierte Quervernetzung zwischen den Aufsichtsräten geht weiter zurück; die Häufung von Aufsichtsratsämtern im Dax-30 nimmt ab. Allerdings sind 2018 wieder mehr aktuelle Vorstände von Dax-30-Unternehmen in die Aufsichtsräte eingezogen und sorgen damit für eine zunehmende Verflechtung zwischen Management- und Kontrollorganen. „Nach den zuletzt stark gestiegenen Erwartungen an Aufsichtsräte ist dies eine durchaus überraschende Entwicklung“, kommentiert Tomkos.

Über die Studie

Die Studie bewertet jedes Jahr die Zusammensetzung der Dax-30-Aufsichtsräte nach den Kriterien Geschlechteranteil, Nationalitäten, Auslandserfahrung, Altersverteilung, Verweildauer, Erfahrungsbreite und Mandatslast und vergibt dafür eine Gesamtnote. Die durchschnittliche Bewertung verbessert sich 2018 weiter auf die Note 2,2 nach 2,3 im Vorjahr. Das Ranking führen dieses Jahr Lufthansa, Daimler, Bayer und MunichRe an. Dabei gelingt Lufthansa ein außergewöhnlicher Sprung von Rang 16 an die Spitze.

Als Digitalisierungsexperten gelten: Führungskräfte von Unternehmen aus der IT, Elektronik- und Internet-Branche, Chief Information Officers (CIO), Chief Digital Officers (CDO) und IT-Leiter von Unternehmen, Experten (Professor(in)/Forscher(in)/Institutsmitglied) auf den Gebieten IT, Industrie 4.0, digitale Medien, digitales Marketing, digitaler Content.

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