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07.09.2022

11:48

Unternehmensfinanzierung

35 Millionen Euro für Frauen-Start-up: Localyze will in den USA expandieren

Von: Tanja Kewes

Die Gründerinnen wollen mit ihrer Software mobiles Arbeiten vereinfachen. Investoren sehen großes Wachstumspotenzial.

Die Localyze-Gründerinnen Franzi Löw, Hanna Marie Asmussen und Lisa Dahlke (von links nach rechts) wollen Mitarbeitermobilität vereinfachen. Foto: @rubsterbest

Localyze-Gründerinnen

Franzi Löw, Hanna Marie Asmussen und Lisa Dahlke (von links nach rechts) wollen Mitarbeitermobilität vereinfachen. Foto: @rubsterbest

Düsseldorf Drei Frauen, ein Unternehmen: Hanna Asmussen (32), Lisa Dahlke (32) und Franzi Löw (33) gründeten im Jahr 2018 ihr Unternehmen Localyze. Sie bieten seitdem eine Software, die sich an Personalabteilungen und Mitarbeiter richtet, und die die Mitarbeitermobilität vereinfacht.

Für ihr Start-up erhalten sie nun 35 Millionen Euro neues Kapital vom US-amerikanischen Wagniskapitalgeber General Catalyst. Außerdem beteiligen sich der Berliner Visionaries Club, der Web Summit Fund, Frontline Ventures sowie Job van der Voort, der CEO von Remote, und das Gründerteam von Taxdoo an der Finanzierungsrunde.

Sie investieren in ein Unternehmen, das in den vergangenen zwölf Monaten seinen Umsatz eigenen Angaben zufolge versechsfacht und den Kundenstamm mehr als verdreifacht hat. Das frische Kapital soll dafür genutzt werden, die Expansion auf dem US-Markt voranzutreiben.

Dort haben die Hamburgerinnen gerade erst ein anderes Startup übernommen: TruePlan ist ein US-amerikanisches HR-Tech Startup mit rund 20 Mitarbeitern. Sie sollen nun mit Technik- und Vertriebsexpertise helfen, den US-Markt für Localyze zu erschließen.

Potenzial für Localyze durch die Corona-Pandemie

Aus eigene Betroffenheit entwickelten Asmussen, Dahlke und Löw vor vier Jahren ihre Software. Als Jobeinsteigerinnen hatten sie viel Zeit im Ausland verbracht. Asmussen war Beraterin bei der Boston Consulting Group und Dahlke arbeitete als Personalerin beim Spielesoftwareunternehmen Goodgame Studios.

Das Arbeiten fern der Zentrale war jedoch nicht ganz einfach und sie suchten nach einer Lösung, ihre Jobs und auf Distanz so angenehm wie möglich zu gestalten.

Mit ihrer Gründung waren sie ihrer Zeit voraus. Denn sie setzten auf einen Trend, der sich in den vergangenen drei Jahren verselbstständigte: Die Corona-Pandemie machte das Arbeiten aus dem Homeoffice oder von unterwegs zum „neuen Normal“ und verschaffte Localyze enormes Potenzial. Hinzu kommt nun noch der Fachkräftemangel, der dazu führt, das Arbeitgeber, um neue Talente und Leute zu binden, neue Formen des Arbeitens ermöglichen.

Effizienz für Unternehmen und Mitarbeiter

Für Sahar Meghani vom Visionaries Club ist klar: „Localyze ist ein sehr relevantes Produkt, da der mühsame Prozess der Mitarbeitermobilität und des Umzugs für moderne Unternehmen so effizient und nahtlos wie möglich gestaltet wird.“ Die Berliner Investoren sind sicher, in Localyze eine „sehr seltene Kombination gefunden“ zu haben: ein Unternehmen, das beeindruckend skaliere, ein einzigartiges Produkt, das die Kunden offensichtlich wertschätzten, und ein erstklassiges Team.

„Wir freuen uns sehr, Hanna, Lisa und Franzi auf ihrem Weg zur Marktführerschaft im Bereich der globalen Mobilität zu begleiten“, so Sahar Meghani.

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