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03.09.2021

06:56

Unwetter

New York meldet stärksten Regen seit Beginn der Aufzeichnungen – mehrere Todesopfer

Überschwemmte Straßen, Busse und U-Bahnen: In New York sorgt der Ausläufer von Hurrikan „Ida“ für Chaos. New Jersey und New York erklären den Notstand.

New Jersey erklärte neben dem Bundesstaat New York den Notstand. AP

Fußgänger überqueren die Straße bei Starkregen

New Jersey erklärte neben dem Bundesstaat New York den Notstand.

New York Ausläufer des Hurrikans „Ida“ haben der Millionenmetropole New York den stärksten Regen seit Beginn der Aufzeichnungen gebracht. Innerhalb von nur einer Stunde fielen im Central Park in Manhattan rund 80 Millimeter Regen, wie der Nationale Wetterdienst mitteilte.

Damit pulverisierte das Unwetter den bisherigen Rekord, den Tropensturm „Henri“ erst vor gut einer Woche mit 49 Millimeter für 60 Minuten aufgestellt hatte. Insgesamt ist der Sommer 2021 in New York nicht nur sehr heiß und sonnig, sondern auch der regenreichste in der New Yorker Geschichte.

New Yorks Bürgermeister rief den Notstand aus: „Wir erleben heute Abend ein historisches Wetterereignis mit Rekordregen in der ganzen Stadt, brutalen Überschwemmungen und gefährlichen Bedingungen auf unseren Straßen“, schrieb Bill de Blasio bei Twitter. Die Menschen sollten in Häusern Schutz suchen und nicht auf die Straße gehen, um den Rettungskräften die Arbeit zu ermöglichen.

„Bleiben Sie weg von der U-Bahn. Halten Sie sich von den Straßen fern. Fahren Sie nicht in dieses schweren Überschwemmungen“, so de Blasio weiter. Etwa 5300 Kunden Haushalte seien ohne Strom.

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    Nach den schweren Unwettern gibt es aus der Millionenmetropole New York Berichte über mindestens 44 Tote. Wie die Behörden am Donnerstag (Ortszeit) mitteilten, seien durch die Ausläufer des Tropensturms „Ida“ Autos weggespült worden.

    In weiten Teilen von New York, New Jersey, Pennsylvania und Connecticut hatten die Bewohner mit vollgelaufenen Kellern und Stromausfällen zu kämpfen, viele waren in ihren Häusern von den Wassermassen eingeschlossen.

    New York: Queens-Boulevard wurde zum Fluss

    Am Mittwochabend hatten die Behörden in New York und seinem Umland vor schweren Unwettern, lebensgefährlichen Überflutungen und sogar Tornados gewarnt. Kurze Zeit später ging so viel Regen über der Großstadt nieder, dass Straßen sich in Flüsse verwandelten und Menschen teilweise knietief im Wasser standen. Alle U-Bahnlinien mussten den Dienst zwischenzeitlich einstellen - viele Menschen saßen in den Waggons fest.

    Alle U-Bahnlinien mussten den Dienst zwischenzeitlich einstellen - viele Menschen saßen in den Waggons fest. dpa

    U-Bahn in York

    Alle U-Bahnlinien mussten den Dienst zwischenzeitlich einstellen - viele Menschen saßen in den Waggons fest.

    Ein Video von Unicef-Sprecher Joe English zeigte den Queens Boulevard im gleichnamigen Stadtteil, der so überflutet war, dass Fahrgäste in einem Linienbus auf die Sitze steigen mussten: „Der Queens Boulevard in Maspeth/Corona ist im Moment ein buchstäblicher Fluss. Bus voll durchflutet, mehrere Autos im Wasser stecken geblieben. Absolut verrückt“, schrieb English auf Twitter. Auch in eine U-Bahnstation drang Wasser mit der Kraft einer Springflut ein, wie Bilder zeigten.

    Das Extremwetter traf dabei auch die gerade stattfindenden US Open und die deutsche Tennisspielerin Angelique Kerber, deren Spiel verschoben wurde. In das Louis-Armstrong-Stadion, in dem Kerber am Mittwochabend ihr Zweitrundenspiel gegen Anhelina Kalinina aus der Ukraine bestreiten sollte, regnete es trotz Dachs seitlich so stark hinein, dass der Spielbetrieb auf unbestimmte Zeit ausgesetzt werden musste.

    Innerhalb von nur einer Stunde fielen im Central Park in Manhattan rund 80 Millimeter Regen, wie der Nationale Wetterdienst mitteilte. AP

    Stadion in New York bei Starkregen

    Innerhalb von nur einer Stunde fielen im Central Park in Manhattan rund 80 Millimeter Regen, wie der Nationale Wetterdienst mitteilte.

    Auch das Gelände in Flushing Meadows war teilweise überflutet, sodass Tausende Besucher entweder Schutz suchen oder durchs Wasser waten mussten.

    Von

    dpa

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